Rastlos

Das erstaunliche Leben des Archäologen und Erfinders Jakob Wiedmer-Stern (1876–1928)

Gebunden
2020. 240 Seiten, 51 Abb. farbig und s/w.
ISBN 978-3-0340-1599-8
CHF 38.00 / EUR 38.00 
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Jakob Wiedmer, geboren 1876: Welches sind die Zukunftsaussichten für einen Bäckerssohn aus Herzogenbuchsee im Oberaargau? Sein Vater stellt sich gegen eine höhere Schulbildung, hält nichts von «Studiergrinden». Ganz anders die Dorfbewohner. Sie sehen im heranwachsenden Bäcker-Köbi bereits einen künftigen Gemeinderat, Pfarrer oder gar Bundesrat. Von seinen «schwarzen, unglaublich klugen Augen» schwärmt die Spielkameradin Maria, die spätere Schriftstellerin Maria Waser; der Redaktor Ulrich Dürrenmatt ist beeindruckt vom Schreibtalent des Jünglings, der sich in seiner Freizeit als Archäologe betätigt. 
Einzig die Ausbildung zum Kaufmann steht dem Vielbegabten offen. Während einer dreijährigen Anstellung in Athen entscheidet sich Wiedmer für die Archäologie. Kaum zurück, wird der nun verheiratete Wiedmer-Stern Direktor des Bernischen Historischen Museums. Sein genialer archäologischer Spürsinn eröffnet der Wissenschaft ganz neue Forschungsmethoden, die ihn in der Fachwelt internatio­nal bekannt machen. Einen nationalen Markstein setzt er mit der Gründung der Schweizerischen Gesellschaft für Urgeschichte. Im gleichzeitig entstandenen Roman «Flut» erkennt der Feuilleton­redaktor im «Bund» Josef Viktor Widmann bereits den Nachfolger von Jeremias Gotthelf. Karriere macht der Tausendsassa weiter unter anderem als Finanzakrobat, Erfinder und Diplomat mit ebenso glänzenden Höhepunkten wie dramatischen Abstürzen – ständig bedroht von der Folge einer «heissen und stolzen Stunde» seiner Jugendzeit im Orient.
Das rastlose Leben des Jakob Wiedmer-Stern ist geradezu das Spiegelbild der turbulenten Wende zum 20. Jahrhundert.

Prof. Dr. phil., war bis 2015 Vizedirektor und Leiter der Abteilung Archäologie am Bernischen Historischen Museum sowie Honorarprofessor für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie der Römischen Provinzen an der Universität Bern.

Pressestimmen

«Ein Gymnasium konnte er nie besuchen. Doch Jakob Wiedmer-Stern wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten Archäologen des Landes – und damit ist sein abenteuerliches Leben noch längst nicht fertig beschrieben. [...] Dem Kelten-Spezialisten Felix Müller, auch er ein emeritierter Direktor am Historischen Museum Bern, ist es in detektivisch-akribischer Recherchearbeit gelungen, das abenteuerliche Leben seines Vorgängers weitgehend zu rekonstruieren, oft aus winzigsten und weit verstreuten Hinweisen und Quellen. Entstanden ist eine vorzüglich geschriebene Biografie dieses ebenso hochbegabten wie schwierigen Menschen und seines tragischen Schicksals.»

NZZ, 25. Juli 2020, Kathrin Meier-Rust

«Er war Erfinder, Archäologe, Schriftsteller und Direktor des Historischen Museums Bern – und das, ohne je studiert zu haben. Eine neue Biografie erzählt die verblüffende Geschichte von Jakob Wiedmer-Stern (1876–1928). [...] Der Kelten-Experte Felix Müller, bis zu seiner Pensionierung 2015 stellvertretender Direktor am Historischen Museum in Bern, hat das Leben von Jakob Wiedmer-Stern [...] in einem Buch unter dem treffenden Titel ‹Rastlos› ebenso akribisch wie packend aufgearbeitet.»

Der Bund, 24. Juli 2020, Alexander Sury

«Jakob Wiedmer-Stern (1876–1928) war ein Tausendsassa: Finanzakrobat, Erfinder, Schriftsteller und Diplomat mit ebenso glänzenden Höhepunkten wie dramatischen Abstürzen, aber auch Archäologe. Als solcher war er Direktor des Bernischen Historischen Museums und Gründer der Schweizerischen Gesellschaft für Urgeschichte. Rastlos. Das erstaunliche Leben des Archäologen und Erfinders Jakob Wiedmer-Stern von Felix Müller ist lesenswert.»

NIKE Newsletter 7/2020

«Felix Müller, bis 2015 Vizedirektor des Bernischen Historischen Museums, stiess in den archäologischen Dossiers des Museums immer wieder auf Spuren von Jakob Wiedmer-Stern. Nach seiner Pensionierung nahm Müller diese Fährte auf und entdeckte dabei ein rastloses Leben, wie er es in seinem nun im Verlag Chronos erschienenen Buch im Titel treffend umschreibt.»

Berner Zeitung, 16. Juli 2020, Jürg Rettenmund