Erinnerung – Recht und Pflicht! Devoir de mémoire
Broschur
Erscheint im Mai 2020. ca. 160 Seiten
ISBN 978-3-0340-1567-7
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Die schweizerischen Archive beteiligen sich seit 2012 an der Aufarbeitung eines wichtigen Kapitels der jüngeren Schweizer Geschichte, der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981. Zwischen 2013 und 2019 waren die Staatsarchive Anlaufstellen für Betroffene, die Einsicht in sie betreffende Akten wollten. Sie stellten Tausende von Dossiers für Betroffene zusammen und halfen ihnen so, sich mit ihrer Vergangenheit auseinander­zusetzen und unter Umständen ein Gesuch um einen Beitrag aus dem Solidaritätsfonds des Bundes zu stellen. Zudem unterstützten sie zahlreiche Forschungsprojekte.
2019 konnten die Arbeiten zu wesentlichen Teilen abgeschlossen werden. Die Rolle der Archive hat sich dadurch in verschiedener Hinsicht akzentuiert und teilweise gewandelt.
Im Herbst 2019 führte die Schweizerische Archivdirektorinnen- und Archiv­direktorenkonferenz (ADK) eine Tagung durch, die diesen Wandel aus verschiedenen Perspektiven betrachtete und bewertete. Denn die Arbeit der Archive zugunsten von direkt Betroffenen, von Forschenden und der Öffentlichkeit ist auch in Zukunft wichtig.

Die Konferenz befasst sich mit all­gemeinen und übergreifenden Fragen des Archivwesens in der Schweiz.