Leben schreiben

Eine qualitative Studie zu Praktiken des autobiografischen Schreibens

Zürcher Beiträge zur Alltagskultur, Band 24
Broschur
2019. 96 Seiten
ISBN 978-3-0340-1521-9
CHF 32.00 / EUR 32.00 
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Autobiografisches Schreiben ist mehr als eine sprachliche Handlung. Aber was genau passiert, wenn wir planen, unser Leben aufzuschreiben? Auf der Basis von Leitfadeninterviews mit vier Autobiografinnen dokumentiert die vorliegende Studie den Prozess des autobiografischen Schreibens von der Idee bis zum geschriebenen Text. In der volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Erzählforschung wurden bis anhin vor allem schriftliche Zeugnisse und mündliche autobiografische Erzählungen zum Forschungsgegenstand. Eine empirische Auseinandersetzung mit dem Prozess des autobiografischen Schreibens selbst und dessen Deutung durch die Schreibenden fehlt jedoch. Im Zentrum dieses Buches steht die Analyse dessen, wie Schreibende den Weg zur Autobiografie beschreiben und deuten. Der Prozess des Erinnerns, Schreibens und (Selbst-)Deutens als Teil des Projekts Autobiografie wird als konkretes biografisches und kulturanalytisches Machen anhand einer Erzählung über das Erzählen – einer Erzählung in doppelter Performanz – untersucht. Im autobiografischen Schreiben als ästhetischer Arbeit dominiert eine Vielzahl von Praktiken, die als Handlungskonzept gegenwärtiges und zukünftiges Leben gestalten.

studierte Germanistik, Volkskunde und Sozialpädagogik an der Universität Zürich und schloss ihr Studium mit der vorliegenden Publikation ab. Seit 2016 promoviert sie am International Graduate Centre for the Study of Culture an der Justus Liebig Universität in Giessen.

In dieser Publikationsreihe des Instituts für Populäre Kulturen der Universität Zürich stehen Dissertationen und Lizenziatsarbeiten im Vordergrund. Die Beiträge sind einem alltagskulturellen Zugang verpflichtet und umfassen historische und gegenwartsbezogene Probleme, Ethnografien von ländlichen und urbanen Lebenswelten, theoretische Diskussionen ebenso wie Analysen von konkreten Objekt- und Symbolkulturen.