Lesen, schreiben, beten, heilen

Die Bibliothek des mittelalterlichen Klosters Hermetschwil

Murensia, Band 6
Broschur
2018. 65 Seiten, 35 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1494-6
CHF 12.00 / EUR 12.00 
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Das aargauische Benediktinerinnenkloster Hermetschwil besitzt schweizweit einen der grösseren überlieferten Buchbestände aus dem 12.–16. Jahrhundert. Die Autorin analysiert das aus 56 Manuskripten bestehende Textkorpus und berücksichtigt vor allem die 17 deutschsprachigen Gebetbücher, die zwischen dem Ende des 14. und dem Beginn des 16. Jahrhunderts im Gebiet der heutigen Deutschschweiz entstanden sind.
In den kleinformatigen, rege genutzten Manuskripten stehen Gebete, die mehrfach vorkommen, neben Texten, die singulär sind – dazu gehören erbauliche Schriften ebenso wie Wettersegen, Kalender- und Zaubersprüche sowie Rezepte zur Heilung bestimmter Krankheiten. Die Analyse der Hermetschwiler Bibliothek gibt einen Einblick in die Lebenswelt der Benediktinerinnen an der Reuss und leistet einen Beitrag zur Literatur- und Sozialgeschichte des Spätmittelalters.

Im Jahr 2027 wird das Benediktinerkloster Muri sein tausendjähriges Bestehen feiern. Im Hinblick auf dieses Jubiläum wurde das Projekt «Geschichte Kloster Muri» ins Leben gerufen, das von der gleichnamigen Stiftung getragen wird. Zum Gesamtprojekt gehört auch die Publikation von Themenheften und Monografien, die sich mit Aspekten der Klostergeschichte befassen.