Die Unterwerfung der Zeichen
Zur «Konstitution» von Herrschaftsrecht durch das Krönungszeremoniell im späten Mittelalter
Medienwandel – Medienwechsel – Medienwissen (ISSN 2504-1045), Band 38
Broschur
Erscheint im März 2019. ca. 400 Seiten, ca. 37 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1406-9
ca. CHF 58.00 / EUR 58.00 
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Die Studie begreift die Königskrönung als mediale Anordnung, in der Recht sichtbar gemacht werden konnte, und versucht, das Verhältnis zwischen Recht und Ritual neu zu bestimmen. Dabei nimmt sie die Krönungen in den Königreichen Aragón-­Katalonien und Frankreich im 14. Jahrhundert in den Blick. In beiden Reichen wurden zu dieser Zeit die Krönungsordines in neu gestalteten und teilweise reich illustrierten Codices abgefasst und damit gleichsam kodifiziert.

Damit wurden nicht nur die Texte mit den «Regie­anweisungen» für eine Krönung neu geordnet; es verschob sich nun auch die Bedeutung des Zeremoniells.
Die Studie zeichnet nach, wie der Krönung eine im Rechtssinn herrschaftsbegründende Funktion zukommen konnte, das Krönungsgeschehen jedoch durch die Akteure an den Höfen zunehmend zu einer Bühne politischer Aussagen über das Gemeinwesen umgestaltet wurde. Normative Wirkungen konnte das Ereignis der Krönung nur noch durch das Bild entfalten, das es von einem Herrscher entwarf, während sich die Regelung des Herrschaftsübergangs zunehmend auf autoritative Texte verlagerte.
ist Privatdozent an der Universität Zürich und Rechtsanwalt in Karlsruhe. Er war von 2006 bis 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am NCCR Mediality (Universität Zürich).

Aufsätze im Chronos Verlag

Diese Buchreihe vereinigt Studien des gleichnamigen Nationalen Forschungsschwerpunkts sowie mediengeschichtliche Arbeiten. Sie rückt die Zeit vor der Ausbreitung der Massenmedien und insbesondere die medialen Verhältnisse der Vormoderne ins Zentrum. Damit ermöglicht sie Einblicke in die Andersartigkeit älterer Kommunikationsformen und erlaubt es gleichzeitig, Voraussetzungen für die mediale Formierung der Neuzeit zu ergründen.