Manipuliert!

Die Schweizer Werbebranche kämpft um ihren Ruf, 1900–1989

Gebunden
2018. 320 Seiten, 56 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1404-5
CHF 48.00 / EUR 48.00 
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Die Werbung hatte schon immer einen etwas schlechten Ruf: Die ersten Emailleplaketten, die für Schokolade warben, wurden als «Reklamepest» verschrien, in den Dreissigerjahren beklagten sich Schweizer Werber über berufsbedingt verminderte Heiratschancen. Und als es in den Nachkriegsjahren wirtschaftlich aufwärtsging, handelten sie sich den Ruf ein, hemmungslose Manipulatoren zu sein. Die Darstellung des Werbers als schillernder Playboy wurde erst im Umfeld von Protest und Pop­art in den Sechzigerjahren denkbar.
Gleichzeitig galt der Konsument lange als schwaches, beeinflussbares Objekt. Er wurde erst in den folgenden Jahrzehnten zunehmend als kritisches Gegenüber wahrgenommen, das den Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit endlich gefunden hat – durch die Drehtür des Supermarkts.

Das Buch schildert den Kampf der Schweizer Werbebranche um ihren Ruf und erzählt anhand des Wandels des ungleichen Figurenpaars Werber – Konsument eine Geschichte der Konsumgesellschaft der Schweiz im 20. Jahrhundert.

Pressestimmen

«Mit seiner soeben zum Buch gewordenen Dissertation liefert der Historiker David Eugster zum ersten Mal seit Markus Kutter (‹Abschied von der Werbung›, 1976) so etwas wie eine Querschnitt-Geschichte der Schweizer Werbebranche. [...] Eugster legt die Schwerpunkte auf den jahrelangen Kampf der Branche um ihre Reputation, auf die vorgebliche Manipulation der Konsumenten und deren Gegenwehr und auf die Industrialisierung der Marketingkommunikation in den Zeiten der Hochkonjunktur. [...] Der Historiker David Eugster hat sich mit diesem bemerkenswerten Buch als gut informierter und schreibender ‹Reiseführer› präsentiert. Er hätte einen grossen Preis der Schweizer Werber verdient.»

WerbeWoche 18/2018, Karl Lüönd