Feuerphilosophen
Alchemie und das Streben nach dem Neuen
Legierungen, Band 12
Gebunden
2015. 208 Seiten, 12 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1292-8
CHF 38.00 / EUR 34.00 
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Angetrieben von der Hoffnung auf Reichtum, Macht und ein langes, gesundes Leben, sind wir mehr denn je fasziniert von der natur- und technikwissenschaftlichen Machbarkeit des Neuen. Das vermeintlich Andere, das sogenannte vormoderne Denken, bietet sich als historische Kontrastfolie und philosophisches Korrektiv an, wenn es darum geht, die Frage nach dem Wesen des Neuen nicht vorschnell mit der Frage nach dem Wesen des technologischen Fortschritts kurzzuschliessen.
Ausgehend von einer Fallstudie zu einem zentralen Werk der frühneuzeitlichen Transmutationsalchemie, dem Rosarium Philosophorum (1550), setzt sich die vorliegende Arbeit philosophisch mit Vorstellungen über die Machbarkeit und das Wesen des Neuen auseinander. Dabei spielt die ebenso vielfältige wie deutungsbedürftige Rezeptionsgeschichte der Alchemie bis ins 20. Jahrhundert, etwa bei Denkern wie Alexandre Koyré und C. G. Jung, eine ambivalente Rolle als ein Medium, in dem sich unterschiedliche moderne Kreativitätsvorstellungen historisch artikuliert haben, wodurch zugleich die Sicht auf das verstellt wurde, was die Feuer­philosophie der Alchemisten ausmachte: eine performative Metaphysik des Neuen.

Studium der Philosophie, Psychologie und Informatik in München. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Collegium Helveticum Zürich, Dozentin an der ETH Zürich, assoziiertes Mitglied des Zentrums Geschichte des Wissens, Zürich.

Inhalt
1 Bücher- und Feuerphilosophen

2 Die Metachrosis der Alchemie
2.1 Idioten und Betrüger
2.2 Grenzenlose Neugier
2.3 Transmutation des Geistes
2.4 Technologisches Wunschdenken
2.5 The Coral of Life

3 Der Rosengarten der Philosophie
3.1 Das Neue der Alchemie
3.2 Die schöpferische Natur
3.3 Die Zeit der Schöpfung
3.4 Die vollkommene Mischung

4 Das Feuerwerk

5 Literatur

6 Anhang

In dieser Reihe erscheinen Arbeiten zur Philosophie, die in andere Gebiete wie die Astronomie, die Mathematik, die Soziologie oder die Filmwissenschaften ausgreifen. Sie sollen zeigen, wie auch in nicht philosophischen Gebieten philosophische Fragestellungen behandelt werden und inwiefern die Philosophie für die eigenen Projekten durch einen Blick über den Tellerrand gewinnen kann.