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Aufwachsen ohne Eltern
Verdingkinder, Heimkinder, Pflegekinder, Windenkinder
Zur ausserfamiliären Erziehung in der deutschsprachigen Schweiz
Gebunden
1989. 160 Seiten, 156 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-905278-49-1
CHF 38.00 / EUR 21.50 
Vergriffen
  • Kurztext
  • Autor/in
Pascal, Michaela und Christof, sind drei, vier und sechs Jahre alt. Ihr Vater, ein Alkoholiker, geht keiner geregelten Arbeit nach. Die Mutter versucht, die Familie mittels Gelegenheitsprostitution durchzubringen. Damit die Kinder während ihrer Abwesenheit die Wohnung nicht verlassen, bindet sie diese an Stuhl- und Tischbeinen an. Aufmerksame Nachbarn benachrichtigen die Behörden, deren Abklärungen ergeben, dass die Kinder «fremdplaziert» werden müssen. Ein Heim nimmt die drei Kinder auf. Ein Einzelfall? - Nein. Zu allen Zeiten und in allen Kulturen können unzählige Kinder nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen, werden verlassen, ausgesetzt oder verstossen, wachsen in Institutionen auf. Die Gründe sind vielfältig: Tod oder materielle Not der Eltern bzw. der verlassenen Mutter, psychische und physische Überforderung von Eltern mit kranken, behinderten oder «schwierigen» Kindern. Sind Eltern nicht in der Lage, ihren Pflichten nachzukommen, greift der Staat von Rechts wegen ein. Ähnliches gilt, wenn Jugendliche mit dem Gesetz in Konflikt kommen.
Reichbebildert und allgemeinverständlich gibt das Buch einen Einblick in die kollektive Erziehung in Heimen und ähnlichen Institutionen, das «Aufwachsen ohne Eltern».

Jürg Schoch (*1955), Dr. phil., Prof. ZFH, Sohn eines Heimleiterehepaars, Sekundarlehrer und Jugendarbeiter. Studium der Sozialpädagogik, Psychologie und Theologie. Assistent und Lehrbeauftragter an der Universität Zürich. Heute Direktor Gymnasium und Institut Unterstrass in Zürich (unterstrass.edu). juerg.schoch@unterstrass.edu