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Neuerscheinungen
Johanna Krapf

Auf der Flucht getrennt
Die Odyssee einer ruandischen Familie
Mit einem Nachwort von Toni Stadler und einem Interview mit Nicole Windlin, Leiterin Suchdienst des Schweizerischen Roten Kreuzes


Die Geschichte von Joséphine Niyikiza und Désiré Nsanzineza ist eine Geschichte von Flucht und Integration, die mit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 1994 in Ruanda ihren Anfang nimmt. Was folgt, ist eine jahrelange Odyssee durch Zentralafrika, während derer sie eine Familie gründen. Bei einem Überfall werden sie getrennt, erst Jahre später finden sie in der Schweiz wieder zueinander, wo nach [...]

Rosa Maria Fäh

Gottlieb Feurer (1875–1912)
Toggenburger Bauernmaler der schönen Kühe

Das Werk des Bauernmalers Gottlieb Feurer (1875–1912) besticht durch seine realistischen Kuhdarstellungen. Jede Hautfalte, jeder Muskel des Tieres waren dem Maler wichtig und wurden mit grosser Hingabe gezeichnet. Kein Wunder, dass Feurers Kühe bis heute von der bäuerlichen Bevölkerung des Toggenburgs geliebt und bewundert werden. Die Präzision lässt beinahe vergessen, dass Gottlieb Feurer durch [...]

Andreas Bürgi

Eine touristische Bilderfabrik
Kommerz, Vergnügen und Belehrung am Luzerner Löwenplatz, 1850–1914
Unter Mitarbeit von Philipp Flury und Claudia Hermann


Mit der Tourismusmeile im Wey-Quartier besitzt Luzern städtebaulich etwas Aussergewöhnliches: Nirgendwo sonst in der Schweiz und im Alpenraum haben sich die Attraktionen für die Fremden zu einem eigenen Stadtteil mit einem so vielfältigen Angebot verdichtet – Löwendenkmal, Gletschergarten, Bourbaki-Panorama, Dioramen landschaftlicher Sehenswürdigkeiten wie Rheinfall und Berner Oberland, dazu [...]

An Lac Truong Dinh

Von Kühen, Fachkräften und Kapital
Persönliche Netzwerke, schweizerische Diplomatie und Entwicklungshilfe in Bhutan und Vietnam seit 1945

Bhutan und Vietnam wurden aus unterschiedlichen Gründen prominente Partnerländer der schweizerischen Entwicklungshilfe. Am Beispiel Bhutans zeigt der Autor auf, wie wichtig private philanthropische Kontakte in der Frühphase der Entwicklungshilfe waren, so etwa die ausgesprochen freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Zürcher Unternehmerfamilie von Schulthess und dem bhutanesischen Königshaus. [...]

Christian Kiening

Fülle und Mangel
Medialität im Mittelalter

Keine weitere Geschichte der Medien, sondern ein prägnanter Blick darauf, wie Medialität gedacht wurde, bevor es überhaupt Medien im geläufigen Sinne gab. Unter den Stichworten Fülle und Mangel entfaltet sich das reiche Spektrum eines frühen Experimentierens mit medialen Möglichkeiten. Fülle und Mangel machen, so die These dieses Buches, den Grundzug aller medialen Formen aus. Immer [...]

Dieter Ringli, Johannes Rühl

Die Neue Volksmusik
Siebzehn Porträts und eine Spurensuche in der Schweiz

Die Schweizer Volksmusik erlebt seit zwanzig Jahren einen unerwarteten Aufschwung. Die neue Lust am spielerischen Umgang mit dem einst von vielen abgelehnten Traditionsmaterial erfasste alle Beteiligten: Musikerinnen und Musiker, Veranstalter, Labels, Förderer und nicht zuletzt auch ein begeistertes Publikum. Das äusserst vielfältige Phänomen wird oft unter dem Begriff «Neue Schweizer Volksmusik» [...]

Max Schweizer (Hg.)

Die Schweiz im Welthandelsdorf
Initiativen, Konferenzen, Konflikte
Ein Lesebuch


Was ist vom schweizerischen Freihandelsabkommen mit China zu halten? Hat der Bundesrat recht, der den Vertrag als Erfolg feiert, oder der Journalist, der von «Berner Mythen» spricht? Welche Haltung soll man zu einem möglichen Freihandelsabkommen mit Indien einnehmen? Was ist vom Zustand der in Genf angesiedelten Welthandelsorganisation (WTO) zu halten? Medien­vertreter schreiben alle zwei Jahre [...]

Gisela Hürlimann, André Mach, Anja Rathmann-Lutz, Janick Marina Schaufelbuehl (Hg.)

Lobbying
Die Vorräume der Macht – Les antichambres du pouvoir

«Lobbying» verweist auf das Vorhandensein von Gruppen, die Partikularinteressen gegenüber Obrigkeit und Behörden vertreten. Die schweizerischen politischen Verhältnisse, die sich durch eine Tradition der privaten Selbstorganisation sowie einen schwachen Zentralstaat auszeichnen, begünstigten die Entwicklung finanz- und mitgliederstarker Interessengruppen, die in wirtschaftlichen, politischen und [...]

Georg Gerber

Literarische Moderne in Olten
Die «Walter-Drucke» im Kontext der Schweizer Literatur der 1960er-Jahre

Von 1964 bis 1966 gaben Otto F. Walter und Helmut Heissenbüttel im Oltner Walter-Verlag die Reihe Walter-Drucke heraus. Zwölf Bände platzierten die beiden in dieser progressiven Textsammlung, darunter Arbeiten von H. C. Artmann, Peter Bichsel, Francis Ponge oder Ernst Jandl. Vor dem Hintergrund des literarischen Feldes in der Schweiz der Sechzigerjahre rekonstruiert die Arbeit anhand von [...]

Urs Hofer

Auf der Suche nach der eigenen Stimme
Stanley Cavells Philosophie als Erziehung von Erwachsenen

Stanley Cavell (*1926) gilt als einer der originellsten Köpfe der Gegenwartsphilosophie. Mit seinen Grenzgängen zwischen Philo­sophie, Literatur und Kulturwissenschaft hat er eine ganze Generation von amerikanischen Intellektuellen inspiriert. Im deutschsprachigen Raum hingegen wird er immer noch als Geheimtipp gehandelt. Dieses Buch lädt dazu ein, Cavell zu entdecken. Es wendet sich überdies an [...]

Hannah Einhaus

Für Recht und Würde
Georges Brunschvig: Jüdischer Demokrat, Berner Anwalt, Schweizer Patriot (1908–1973)

Georges Brunschvig widerspiegelt wie kaum ein anderer die vielschichtige Identität als Schweizer und Jude im 20. Jahrhundert. Seine Lebensgeschichte fügt sich nahtlos ein in die Geschichte der Schweiz und ihrer Juden seit der rechtlichen Gleichstellung vor 150 Jahren. Aufgewachsen in einer Atmosphäre des latenten Antisemitismus, entwickelte Brunschvig bereits als Jugendlicher einen [...]

Sara Galle

Kindswegnahmen
Das «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» der Stiftung Pro Juventute im Kontext der schweizerischen Jugendfürsorge

Fast 600 Kinder wurden zwischen 1926 und 1973 von der Stiftung Pro Juventute mit Hilfe der Behörden ihren Eltern weggenommen und in Pflegefamilien, Erziehungsheimen, Arbeitsanstalten, psychiatrischen Kliniken und Gefängnissen untergebracht. Die umfangreiche Studie legt dar, welche Familien vom «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» betroffen waren und wie die Kindswegnahmen begründet [...]

Magali Delaloye, Regula Ludi, Sonja Matter (Hg.)

Transnationale Feminismen
Les féminismes transnationaux
Traverse 2016/2


Wie viele bürgerlich-liberale Reformprojekte des 19. Jahrhunderts war der Feminismus eine transnationale Bewegung mit globalem Anspruch. Die Konstitution des Gegenstands – die Reform der Geschlechterordnung – beruhte indes auf (oftmals impliziten) Grundannahmen, die kulturell spezifisch waren und bei der kontinuierlichen globalen Expansion der Frauenbewegung seit Beginn des 20. Jahrhunderts für [...]

ViaStoria – Stiftung für Verkehrsgeschichte (Hg.)

Wege und Religion
Voies et religion – Sentieri et religione
Wege und Geschichte 2016/1


Der Weg und die Religion sind vielfältig miteinander verbunden, etwa in einfachen Zeichen am Weg, Kreuzen oder Bildstöcken. Weg und Religion sind verbunden im Wallfahrtsweg oder im Kirchenweg. Die ganze Kirchgemeinde ist von Wegen erschlossen, die nicht zuletzt die Reichweite von Gottes Wort bestimmen. Im Spätmittelalter und der Frühneuzeit wurde der Zeitpunkt für die Unterhaltung der Wege [...]

Julia Fleischhack

Eine Welt im Datenrausch
Computeranlagen und Datenmengen als gesellschaftliche Herausforderung in der Bundesrepublik Deutschland (1965–1975)

Wie beeinflusste das Aufkommen der kommerziellen Computertechnik in Verwaltungen und Unternehmen in den 1960er und 1970er Jahren das gesellschaftliche Verhältnis zu Personendaten? Während dieser Zeit veränderten sich nicht nur Anwendungsbereiche und Arbeitspraxis der Datenverarbeitung grundlegend. Auch Fragen von Macht und Kontrolle insbesondere über Personendaten wurden erstmals auf breiter [...]

Hans Ulrich Jost

Von Zahlen, Politik und Macht
Geschichte der schweizerischen Statistik
Unter Mitarbeit von Carlo Malaguerra


Statistik ist nicht nur ein wichtiges Element der Darstellung demographischer und gesellschaftlicher Phänomene, sondern auch ein zentrales Hilfsmittel der Staatsverwaltung. Wie die meisten modernen Staaten richtete auch der schweizerische Bundesstaat, gefolgt von einem Teil der Kantone, ein statistisches Amt ein. Damit wurde die Statistik zu einer wichtigen Informationsquelle im Prozess der [...]

Georg M. Hilbi

Emil Dill (1861–1938)


«Wie mit Stil, so wird mit dem Begriff ‹Schön› meistens recht willkürlich umgesprungen und derselbe bald diesem, bald jenem Machwerk, mehr oder weniger verdient, angehängt, in betrüblichem Gegensatz zu dem, dem gleichen Unverstand entsprungenen heruntermachen von ernsthaften, vom Kritikus aber nicht begriffenen Kunstwerken. Ein Beweis, wie schwer es ist etwas auf seine Schönheit zu prüfen.» [...]

Museum für Kommunikation, Kurt Stadelmann (Hg.)

Kätter-Briefe
Die Familie Abbühl in Guttannen und Amerika (1851–1932)
Mit Beiträgen von Walter Schläppi-Kuster, Marianne von Bergen, Ernst Rufibach, Katharina von Steiger


Mehr als hundert Briefe wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Familie Abbühl, genannt Kätters, zwischen dem Berner Oberland und den USA ausgetauscht. Die ältesten verfasste der 1851 ausgewanderte Arnold Abbühl. Mehrheitlich stammen die Briefe von seinen Nichten und Neffen, den sechs Geschwistern Abbühl, von denen vier eine neue Heimat in Nordamerika suchten. Sowohl die [...]