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Neuerscheinungen
Brigitte Ruckstuhl, Elisabeth Ryter

Von der Seuchenpolizei zu Public Health
Öffentliche Gesundheit in der Schweiz seit 1750

Gesundheit wird im 18. Jahrhundert zu einem gesellschaftlich bedeutenden Thema. Sie gilt nicht länger als göttliches Schicksal, sondern als ein von Menschen beeinflussbares und verantwortetes Gut. Für das Bürgertum wird Gesundheit eine zentrale Voraussetzung für Erfolg und verbindet sich eng mit den bürgerlichen Tugenden Reinlichkeit und Mässigkeit. Mit dem sich professionalisierenden Ärztestand [...]

Michael Hagemeister

Die «Protokolle der Weisen von Zion» vor Gericht
Der Berner Prozess 1933–1937 und die «antisemitische Internationale»

1933 erhoben der Schweizerische Israelitische Gemeindebund und die Israelitische Kultusgemeinde Bern vor dem Berner Amtsgericht Klage gegen die Verbreiter der «Protokolle der Weisen von Zion». In dem weltweit beachteten Verfahren suchten die Kläger die Entstehung des Textes lückenlos zu rekonstruieren und damit das einflussreichste Dokument des modernen Antisemitismus als Fälschung zu entlarven. [...]

Ron Epstein-Mil

Die Synagogen der Schweiz
Bauten zwischen Emanzipation, Assimilation und Akkulturation

In diesem reich illustrierten Buch werden erstmals die rund dreissig Synagogen der Schweiz systematisch vorgestellt. Dabei geht es nicht nur um die Abbildung ihrer Architektur, die Synagogen werden als Metapher der Veränderung der jüdischen Gesellschaft verstanden. Ron Epstein zeigt auf, wie sich in den Synagogenbauten der Schweiz die Geschichte der Emanzipation ihrer jüdischen Bevölkerung [...]

Alfred Hartmann

Meister Putsch und seine Gesellen
Ein helvetischer Roman in sechs Büchern
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Patricia Zihlmann-Märki und Christian von Zimmermann in Zusammenarbeit mit Eveline Wermelinger


In der Edition von Alfred Hartmanns Roman aus dem Jahr 1858 wird ein Stück Schweizer Literaturgeschichte wieder zugänglich, das zeitnah den konfliktreichen Weg zur schweizerischen Bundesstaatsgründung beleuchtet. «Meister Putsch und seine Gesellen» gibt Einblick in unterschiedliche politische Milieus und lässt die wichtigsten Akteure der Regenerationszeit sowie eine Reihe kurioser Gestalten [...]

Daniel Tröhler, Daniele Tosato-Rigo, Karine Crousaz, Katja Hürlimann (Hg.)

Verfassung, Bürgerschaft und Schule
Constitution, citoyenneté et école
Traverse 2017/1


Neue Verfassungen führten im Zeitalter des Liberalismus oft zur Verabschiedung neuer Schulgesetze, welche die Schule «modernisierten», um neue Staatsbürgerinnen beziehungsweise Staatsbürger zu formen. Die Beiträge des Hefts gehen von diesem Phänomen aus und untersuchen, wie sich in verschiedenen Regionen Vorstellungen über Verfassung, Gesellschaft und Staatsbürgerschaft entwickelten – in der [...]

Helmut Meyer

Hans Mühlestein (1887–1969)
Leben und Werk eines Aussenseiters

Der aus Biel stammende Hans Mühlestein war ein vielseitiger Schriftsteller. Bereits als Zwanzigjähriger erhielt er für sein erstes lyrisches Werk einen Preis der Schillerstiftung. Er studierte in Deutschland Philosophie und Kunstgeschichte. 1914 erschien sein erstes Werk über Ferdinand Hodler, dem 1942 ein zweites folgte. In den Zwanzigerjahren schrieb er mehrere Bücher über die etruskische [...]

Karin Briner

Das Kürzel k.
Hans Kägi (1889–1971) – Redaktor und Schriftsteller in Winterthur

Von den Jahren des Ersten Weltkriegs bis zu seinem Tod 1971 war der Winterthurer Redaktor und Lokal­historiker Hans Kägi (geboren 1889) im Kulturleben der Stadt allgegenwärtig: zunächst als Feuilleton- und Lokalredaktor des «Neuen Winterthurer Tagblatts», später als Mitbegründer und Redaktor des «Winterthurer Jahrbuchs». Seine literarische Karriere blieb zwar früh in den Mühen des Alltags [...]

Michael Zollinger, Urs Röllin (Hg.)

Schaffhauser Jazzgespräche
Edition 05

Wie setzen sich die heutigen jungen Jazzerinnen und Jazzer in der Szene durch? Welche Rolle spielen dabei die Hochschulen? Was können sie am Ende des Tages leisten und was nicht? Welche Faktoren entscheiden über Musikkarrieren und wie haben sich die Rahmenbedingungen verändert? Kooperationen zwischen der jungen und der älteren Generation ermöglichen gegenseitige Inspiration und lassen Innovation [...]

Rea Brändle, Markus Brühlmeier, Adrian Knoepfli, Mario König, Verena Rothenbühler

Wissen im Zentrum
100 Jahre Zentralbibliothek Zürich

Seit die Zürcher Stadtbibliothek mit der Kantonsbibliothek vereinigt wurde, besitzt Zürich eine Zentralbibliothek (ZB). Diese nahm 1917 ihren Betrieb in einem Neubau auf. Das Buch verfolgt die Geschichte der Bibliothek, die sowohl der Wissenschaft als auch dem breiten Publikum zu dienen hat, von den Anfängen bis heute. Die bauliche Ausgestaltung und Entwicklung des Hauses sind ebenso Thema wie [...]

Georg M. Hilbi

Emil Dill: Der Künstler als Chronist und Illustrator


«Was also alles dergestalt in grosser Mannigfaltigkeit dargestellt wird, ist das Leben des Alltags in seinen vielseitigen Erscheinungen, allüberall wo es einem entgegentritt in greller Tagesbeleuchtung, für spätere Zeiten gültige Dokumente des Lebens, wie es sich in der Jetztzeit abrollt.» «Die neue Kunst ist also nicht nur eine Reaktion der Hellmalerei gegen die Dunkelmalerei, sondern auch [...]

Romy Günthart, Erich Günthart

Spanische Eröffnung 1936
Rotes Zürich, deutsche Emigranten und der Kampf gegen Franco

Im Juli 1936 putschten Teile der spanischen Armee gegen die republikanische Regierung. Dieser Aufstand war der Beginn eines dreijährigen blutigen Bürgerkriegs. Das Buch erzählt die Geschichte von deutschen Antifaschisten, Zürcher Arbeitern und Schweizer Intellektuellen, die im August in Zürich zusammenfanden, um sich für das republikanische Spanien zu engagieren. Es präsentiert neue Quellen zu [...]

Martin Müller

Kein Wort steht still
Entdeckungen im Klassiker-Wortschatz

Merkwürdiges und Unerwartetes findet man in jedem Schatz – auch im Wortschatz der deutschen Klassiker von Wieland bis Fontane. Daraus werden in diesem unterhaltenden und informativen Buch über 1000 Beispiele vorgeführt – vom «Abend» (= Westen als Himmelsrichtung) über den «Waschzettel» (= Verzeichnis der in die Wäsche gegebenen Stücke) bis zum «Zeilchen» (= Schwänzchen). [...]

Rolf Graber

Demokratie und Revolten
Die Entstehung der direkten Demokratie in der Schweiz

Die Entstehung der direkten Demokratie in der Schweiz kann nicht einfach als organische Entwicklung gedeutet werden, die von der vormodernen Landsgemeinde zur Verankerung der Volksrechte wie Referendum und Initiative in den Kantonsverfassungen und später in der Bundes­verfassung führt. Diesem teleologischen Deutungsmuster wird eine alternative Sichtweise entgegengestellt. Sie begreift die [...]

Rea Brändle

Johannes Seluner. Findling
Eine Recherche
2. Auflage 2017


Plötzlich ist einer da. Niemand weiss, woher er gekommen ist. Er scheint keinen Namen zu haben, kein Vorleben, kann weder schreiben noch sprechen und versteht keine der Fragen, die man ihm stellt. Ein solcher Mensch ist im September 1844 auf Alp Selun im oberen Toggenburg aufgetaucht. Er war vielleicht sechzehnjährig, fast nackt, stumm. Weil sich trotz steckbrieflicher Ausschreibung keine [...]

Oliver Meier, Michael Feller, Stefanie Christ

Der Gurlitt-Komplex
Bern und die Raubkunst

Gross war das Erstaunen, als 2014 bekannt wurde, dass Cornelius Gurlitt sein Erbe dem Kunstmuseum Bern vermacht hatte. Gurlitts Vermächtnis ist die Konsequenz von Netzwerken und historischen Kontinuitäten, die bisher kaum ausgeleuchtet worden sind. Die Beziehungen der Gurlitt-Familie zur Schweiz, zu Bern vor allem, waren enger, als bisher bekannt. Im Kern ist der Fall Gurlitt ein Lehrstück. Er [...]

Ursula Amrein, Christa Baumberger (Hg.)

dada
Performance & Programme

Am 5. Februar 1916 eröffneten Hugo Ball und Emmy Hennings in Zürich das Cabaret Voltaire. Es ist die Geburtsstunde von Dada. Das »Narrenspiel aus dem Nichts« sollte zu einer der wirkungsmächtigsten künstlerischen Bewegungen mit internationaler Ausstrahlung werden. Dada integriert sämtliche Künste, schafft neue Ausdrucksformen, präsentiert sich als autonomes Spiel und steht doch ganz im [...]

Irmgard M. Wirtz, Magnus Wieland (Hg.)

Paperworks
Literarische und kulturelle Praktiken mit Schere, Leim, Papier
Mit exklusiven Paperworks von Eugen Gomringer, Felix Philipp Ingold und Birgit Kempker


Schreiben auf Papier war lange Zeit so selbstverständlich, dass es kaum eigens beachtet wurde. Erst durch die Digitalisierung treten die spezifischen, literarischen und kulturellen Praktiken im Umgang mit diesem Beschreibstoff deutlicher hervor. Es zeigt sich dabei, wie das Papier oft nicht als neutrale Schreibfläche fungiert, sondern bestimmte Interaktionen hervorrufen, stimulieren oder auch [...]

Christoph Rauhut

Die Praxis der Baustelle um 1900
Das Zürcher Stadthaus

Im 19. Jahrhundert veränderte sich das Bauwesen weitreichend, dies zeigt sich vielfältig an der zentralen Produktionsstätte, der Baustelle. Insbesondere auf den Baustellen städtischer Gebäude, wie Wohnhäuser, Geschäftshäuser oder Schulen, wird erkennbar, dass es um 1900 eine Überlagerung von tradierten und neuen Verfahren und Ansätzen gab. Anhand der Baustelle des Zürcher Stadthauses, 1898–1901 [...]

Peter Niederhäuser

Von der Adels- zur Dorfkirche
500 Jahre Kirche Turbenthal

Am Anfang steht eine Inschrift. Über der Innenseite des Chorbogens findet sich in gotisierenden Buchstaben der Hinweis, dass der Sakralbau 1510 angefangen, 1517 vollendet und 1703 erneuert worden sei. Damit gehört Turbenthal zu den letzten zürcherischen Kirchengebäuden vor der Reformation. Spätmittelalterliche Frömmigkeit und reformatorische Neuerungen gehen fast nahtlos ineinander über und geben [...]

Christian Keller

Visionen, Volkshetze, Betrügereien
Der Weg zum modernen Steuerstaat am Beispiel der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft (1833–1928)

Wer zahlt schon gerne Steuern? Gerade die Schweizer sind berühmt für ihre leidenschaftliche Abneigung, dem Staat zu geben, was er für sein Funktionieren einfordert. Man flucht, man stimmt nein, man wechselt den Wohnort oder hinterzieht. Im Ruf loyaler Steuerzahler standen die Eidgenossen nie. Dafür waren ihr Drang nach Freiheit und ihr instinktives Misstrauen gegenüber den Regierenden viel zu [...]

Tobias Senn

Hochkonjunktur, «Überfremdung» und Föderalismus
Kantonalisierte Schweizer Arbeitsmigrationspolitik am Beispiel Basel-Landschaft 1945–1975

In den Boomjahren der Nachkriegszeit entwickelte sich die Schweiz zu einem Einwanderungsland. Die Arbeitsmarkt- und Fremdenpolizeibehörden von Bund und Kantonen versuchten der sich rasant wandelnden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Realität mit einem Spagat beizukommen. Sie wollten den steigenden Bedarf der Arbeitgeber an ausländischen ArbeiterInnen decken und gleichzeitig die Zuwanderung [...]

Stadtbibliothek Winterthur (Hg.)

Informierter Eigensinn
Die Literarische Vereinigung Winterthur von 1917 bis 2017

Neun gebildete Herren der guten Gesellschaft gründeten am 27. November 1917 die Literarische Vereinigung Winterthur mit dem Ziel, «im Kulturleben der Stadt Winterthur das Literaturgeschichtliche zu pflegen und die erzählende Dichtung wie auch die Poesie zu unterstützen». Seither hat sich die «Literarische» am Puls der Zeit weiterentwickelt: Längst ist sie nicht mehr nur in Männerhand, und mit [...]

Stefan Frey

Fromme feste Junker
Neuer Stadtadel im spätmittelalterlichen Zürich

Im Gebiet der heutigen Schweiz büsste der Adel – so das traditionelle Geschichtsbild – seine Bedeutung im Spätmittelalter rasch und vollständig ein. Neuere Untersuchungen zeichnen ein differenzierteres Bild und machen auf die fortdauernde Bedeutung von Adel und Adelskultur aufmerksam. Innerhalb der Führungsschichten der eidgenössischen Orte entstanden soziale Gruppen, die schon von Zeitgenossen [...]

Florian Keller

Botschafterporträts
Schweizer Botschafter in den «Zentren der Macht» zwischen 1945 und 1975

Champagner-Cocktails, herrschaftliche Residenzen, geheime Netzwerke – um kaum eine andere Berufsgattung in der öffentlichen Verwaltung ranken sich so viele Geschichten und Mythen wie um die der Diplomaten. Florian Keller porträtiert acht herausragende Botschafter, die die Schweiz in den mächtigsten Zentren der Welt vertraten. Wer waren diese Persönlichkeiten? Welche Karriere führte sie auf diese [...]

Peter Huber

Fluchtpunkt Fremdenlegion
Schweizer im Indochina- und im Algerienkrieg, 1945–1962

Rund 2200 junge Schweizer Männer traten in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg trotz Verbot in die Fremdenlegion ein, um für die Kolonialmacht Frankreich fern von Europa in den Krieg zu ziehen. Was sie dazu bewogen hat, wie ihr Legionsalltag und wie das Leben nach der Heimkehr aus Fremden Diensten aussah, wird in diesem Buch eingehend thematisiert. Wer in die Welt dieser modernen Söldner [...]