+++ Abonnieren Sie unseren monatlichen Mail-Newsletter unter info@chronos-verlag.ch +++ 
Neuerscheinungen
Clara Bombach, Thomas Gabriel, Samuel Keller, Nadja Ramsauer, Alessandra Staiger Marx

Zusammen alleine
Alltag in Winterthurer Kinder- und Jugendheimen 1950–1990

Im 20. Jahrhundert wurden in der Schweiz Zehntausende Kinder und ­Jugendliche in Pflegefamilien und Heimen platziert. Das Kindeswohl und die individuelle Entwicklung der Heranwachsenden waren dabei oft nachrangig. Für viele betroffene Kinder und Jugendliche war das Aufwachsen im Heim mit der Erfahrung von Isolation und einem Mangel an Zuwendung verbunden. Als sogenannte Heimkinder bekamen sie [...]

Fabienne Amlinger

Im Vorzimmer der Macht?
Die Frauenorganisationen der SPS, FDP und CVP, 1971–1995

Lange mussten Schweizerinnen in politischer Unmündigkeit verharren: Als einer der letzten europäischen Staaten gewährte die stets das Selbstbild der «Wiege der Demokratie» zelebrierende Schweiz, so die Ironie der Geschichte, ihren Bürgerinnen erst 1971 das Stimm- und Wahlrecht. Aus der Sicht der Parteien – das könnte zumindest angenommen werden – bildeten Frauen eine Gruppe, die es für politische [...]

Tina Asmussen, Pierre Eichenberger, Gisela Hürlimann, Michael Jucker, Hans-Ulrich Schiedt (Hg.)

Alles wird teurer! Wucher! Brot!
Les prix s'envolent! C’est du vol! Du pain!
Traverse 2017/3


Das Heft behandelt die kollektive, individuelle, allgemeine und schichtspezifische Wahrnehmung steigender Preise für Waren, des fallenden Werts des Gelds und sinkender Löhne. Phänomene der Teuerung zeigen sich offen oder verdeckt und sie haben unterschiedliche Gründe: von Naturkatastrophen und Missernten über Kriege, fiskal- oder konjunkturpolitische Massnahmen bis zu Güter- und [...]

Mark Wüst

Xaver Suters Reise nach Amerika 1849
Emigration aus dem Gebiet zwischen Walensee und Zürichsee

Im Frühling 1849 beschloss Xaver Suter, Rapperswil zu verlassen und nach Amerika auszuwandern. Für die Reise über Le Havre und New Orleans bis St. Louis benötigte er ganze elf Wochen. Sein abenteuerliches Unterfangen schrieb der junge Mann in einem siebzehnseitigen Brief nieder. Dieser authentische und teils dramatische Bericht ist Ausgangspunkt der vorliegenden Publikation. Sie schildert im [...]

Heidy Greco-Kaufmann, Elke Huwiler (Hg.)

Das Sarner Bruderklausenspiel von Johann Zurflüe (1601)
Kommentierte Erstausgabe
Mitarbeit: Simone Gfeller


Das 1601 in Sarnen an zwei Tagen aufgeführte Bruderklausenspiel des Sarner Pfarrers Johann Zurflüe behandelt das Leben und Wirken des heiligen Niklaus von Flüe. Neben der Erstedition des ältesten deutschsprachigen Bruderklausenspiels bietet das Buch Kommentare zum historisch-politischen Kontext der Aufführung und zur zeitgenössischen Tradition der Heiligenspiele, ergänzt durch Ausblicke auf [...]

Museum für Kommunikation, Kurt Stadelmann (Hg.)

Mein Jahr in Amerika
Briefe eines Teenagers aus der Provinz, 1964/65

«‹Wir freuen uns auf einen Brief von Dir›, schrieb mir meine Mutter, kaum war ich in Amerika angekommen. Wir hatten abgemacht, einander einmal pro Woche zu schreiben; einerseits um mein Heimweh in Grenzen zu halten, anderseits um die zuhause Gebliebenen an meinen Eindrücken und Erlebnissen in der neuen Welt teilhaben zu lassen.» Diese Zeilen schreibt der heute 70-jährige Hans Schläppi, der [...]

Niklaus Ingold, Sibylle Marti, Dominic Studer

Strahlenmedizin
Krebstherapie, Forschung und Politik in der Schweiz, 1920–1990

Energiereiche Strahlen werden in der Schweiz bei jeder zweiten Krebspatientin, jedem zweiten Krebspatienten zur Zerstörung von Tumorzellen eingesetzt. Doch wie ist diese Strahlenmedizin entstanden? Die Atombombenabwürfe am Ende des Zweiten Weltkriegs waren das folgenreiche Ereignis. Sie gaben medizinischem Wissen über Strahlenwirkungen sicherheitspolitisches Gewicht und trieben zugleich die [...]

Heidy Zimmermann, Michelle Ziegler, Roman Brotbeck (Hg.)

Mondrian-Musik
Die graphischen Welten des Komponisten Hermann Meier

Der Solothurner Komponist Hermann Meier (1906–2002) verfolgte in seinem Schaffen visionäre Ideen. In den 1950er Jahren löste er sich von bekannten Verfahren der Avantgarde und imaginierte anhand grossformatiger Kompositionspläne seine «Mondrian-Musik», eine musikalische «Architektonik mit Rechtecksfeldern». Zeit seines Lebens kaum aufgeführt, wird Meier heute als wichtiger Vertreter der [...]

Rudolf Gamper

Joachim Vadian, 1483/84–1551
Humanist, Arzt, Reformator, Politiker
Mit Beiträgen von Rezia Krauer und Clemens Müller


Die Reformation in der Stadt St. Gallen ist fest mit dem Namen Joachim Vadian (1483/84–1551) verbunden. Der Kaufmannssohn studierte an der Universität Wien Medizin und machte Karriere als neulateinischer Dichter und Geograph. Er liess sich in St. Gallen nieder, um in seiner Heimat das Leben als Humanist und Arzt weiterzuführen. Unter dem Einfluss der Publikationen Luthers lösten glaubensbezogene [...]

Heidy Greco-Kaufmann (Hg.)

Stadtnarren, Festspiele, Kellerbühnen
Einblicke in die Berner Theatergeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Die illustrierte Darstellung der Berner Theatergeschichte vermittelt Einblicke in die Vielfalt der Theateraktivitäten vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Die Spanne reicht von religiös-brauchtümlichen Schauereignissen über Repräsentationsformen verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen, Auftritte von Wandertruppen, Engagements von Emigranten am Stadttheater und Kellerbühnenexperimente bis [...]

Philipp Eigenmann

Migration macht Schule
Bildung und Berufsqualifikation von und für Italienerinnen und Italiener in Zürich, 1960–1980

Die italienischen Arbeiterinnen und Arbeiter, die nach 1945 in die Schweiz geholt wurden, begannen sich nach 1964 für die Bildung zu engagieren. Sie initiierten ein differenziertes Angebot an allgemeiner und beruflicher Weiterbildung und bauten schulergänzende Betreuung und Unterstützung für ihre Kinder auf. Ebenso diskutierten sie Berufsqualifikation und Schulbildung in der Emigration und [...]

Sabine Jenzer, Willi Keller, Thomas Meier

Eingeschlossen
Alltag und Aufbruch in der psychiatrischen Klinik Burghölzli zur Zeit der Brandkatastrophe von 1971

Am 6. März 1971 brach in der psychiatrischen Klinik «Burghölzli» in Zürich ein Brand aus, bei dem 28 Männer der geriatrischen Abteilung den Tod fanden. Wenige Monate zuvor hatte der Pfleger Willi Keller ebendiese Abteilung samt ihren Patienten fotografisch dokumentiert. Zusammen mit Aussagen von Zeitzeugen gewähren die Bilder seltene Einblicke in das Klinikleben zu einer Zeit, als sich die [...]

Caroline Arni, Matthieu Leimgruber, Simon Teuscher (Hg.)

Neue Beiträge zur Sozialgeschichte
Nouvelles contributions à l'histoire sociale

Sozialgeschichte ist kein neues Forschungsfeld – sondern eines, dessen weitere Existenz auch schon mal als bedroht gilt. Zugleich ist das Soziale unbestreitbar im Gespräch. Dass sich Geschichte und Gegenwart der sozialen Ungleichheit nicht in ein lineares Fortschrittsnarrativ fügen, gehört zu den grossen politischen und intellektuellen Herausforderungen unserer Zeit. Derweil fordern KritikerInnen [...]

Lukas Ospelt

Über den Atlantik
Private Korrespondenz zwischen liechtensteinischen Amerika-Auswanderern und den Daheimgebliebenen, 1877–1925
Herausgegeben vom Historischen Verein für das Fürstentum Liechtenstein


«Läge doch zwischen Amerika und Liechtenstein nicht dieser Weg, – wie wunder-, wunderschön müsste das sein hie und da zu Ihnen kommen zu dürfen, Sie erzählen zu hören», schrieb Emma Rheinberger am 19. März 1904 an Alois Rheinberger. Die Korrespondenz zwischen Emma Rheinberger in Vaduz und dem Weinbaupionier in Nauvoo (Illinois) aus den Jahren 1903 bis 1915 stellt ein besonderes Kleinod der hier [...]

Max Baumann

Versorgt im Thurhof
Alltagsleben und Führungsstil in einer «Rettungsanstalt für verwahrloste Knaben», 1920–1940

Frühere Erziehungsmethoden und Lebensumstände in Heimen werden heute breit diskutiert und auch kritisiert. Klagen über einstige Missstände und Missbräuche werden laut. Die Kritik stützt sich vor allem auf Erinnerungen einstiger Zöglinge, deren ganzes Leben von den negativen Erfahrungen in den Jugendjahren geprägt ist. Das vorliegende Buch gibt eine andere Perspektive wieder: Ein ehemaliger [...]

Sarah Kay

Philology's Vomit
An Essay on the Immortality and Corporeality of Texts

This essay considers philology from the standpoint of its recent reinvention as a theoretical discipline, reflecting in particular on how corporeal insistence and immortal significance compete for priority in the philo­logical study of texts. It takes as its guiding thread the episode in Martianus Capella’s “Marriage of Philology and Mercury” in which Philology, touched by Immor­tality, vomits up [...]

Pascal Pauli

Klosterökonomie, Aufklärung und «Parade-Gebäude»
Der Neubau des Klosters Muri im 18. Jahrhundert

Im Auftrag von Fürstabt Gerold II. Meyer wurde 1789 mit den Arbeiten für einen Neubau des Benediktinerklosters Muri begonnen. Hätte das Projekt ausgeführt werden können, wäre eine der grössten Klosteranlagen der Schweiz entstanden. Die Arbeiten wurden jedoch 1798 unterbrochen und nie zu Ende geführt. Anhand der Projektentwicklung wird dargestellt, wie die Bauherren auf die Umwälzungen der [...]

Martina Roder

Ein Benediktinermönch im Dienste seines Ordens
Bernard Kälins Wirken als Rektor, Abt und Abtprimas, 1941–1962

Bernard Kälins Leben und Wirken als ­Benediktinermönch, Lehrer, Abt und Abtprimas, sein Denken und Handeln sowie seine Sicht auf die Welt waren geprägt von der Aus­einandersetzung mit der katholischen Kirche und ihrer Lehre, dem Ordensleben und der Religion in verschiedenen Bereichen. Anhand seiner Biografie wird dem Spannungsverhältnis zwischen kon­fessionellem Selbstverständnis und moderner [...]

Simone Desiderato, Urs Lengwiler, Christine Steffen

Lufingen
Kleines Dorf – grosse Geschichte

Lufingen, an der Strasse zwischen Kloten und Embrach gelegen, hat sich vom beschaulichen Bauerndorf zu einer Ortschaft mit mehr als 2000 Einwohnern entwickelt. Seit der Jahrtausendwende hat sich die Einwohnerzahl verdoppelt und das Gesicht der Gemeinde hat sich nachhaltig verändert. Diese erste umfassende Geschichte Lufingens spannt den Bogen von den frühesten Zeugnissen römischer und [...]

Hannes Mangold

Fahndung nach dem Raster
Informationsverarbeitung bei der bundesdeutschen Kriminalpolizei, 1965–1984

Das Wissen über die öffentliche Sicherheit durchlief in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1965 und 1984 eine tiefgreifende Transformation. Als die Kriminalpolizei ihre Informationsverarbeitung digitalisierte und der Linksterrorismus die Bundesrepublik erschütterte, entstanden neue Verfahren, Medien und Denkweisen des Verbrechens und seiner Bekämpfung. Zwischen Rasterfahndung und Roter Armee [...]

Rita Binz-Wohlhauser

Katholisch bleiben?
Freiburg im Üchtland während der Reformation (1520–1550)

Wie die katholischen Orte der alten Eidgenossenschaft auf die Reformation reagierten, ist selten eingehend behandelt worden. Auch für Freiburg im Üchtland sind viele Fragen offen, hob doch die ältere Historiografie primär das Ergebnis hervor, statt sich mit dem damit verbundenen Prozess zu befassen. Die Studie schliesst Forschungslücken und gewährt durch den Einbezug unberücksichtigter Quellen [...]

Michaël Attali, Anne-Lise Head-König, Luigi Lorenzetti (Hg.)

Sports et loisirs
Sport und Freizeit

Seit dem 18. Jahrhundert begann sich die Wahrnehmung der Berge zu wandeln: von einem lebensfeindlichen Raum zu einem für Zeitvertreib. Heute sind Freizeitaktivitäten fester Bestandteil der alpinen Identität und haben die ehemals landwirtschaftliche oder industrielle Prägung verdrängt. Im Sport spiegeln sich gesellschaftliche Veränderungen, er wird damit zu einem interessanten [...]

Dominique Dirlewanger, Alix Heiniger, Sonja Matter, Anja Rathmann-Lutz, Matthias Ruoss (Hg.)

Lebensalter
Les âges de la vie
Traverse 2017/2


«Wie alt bist du?» Diese Frage wird in modernen Gesellschaften nicht nur sehr häufig gestellt, sie ist auch äusserst wirkungsmächtig: Das Alter verweist Menschen auf bestimmte soziale Positionen. Die Bedeutung von Lebensalter war (und ist) allerdings in höchstem Masse kontingent: Wie die verschiedenen Lebensalter voneinander abzugrenzen sind, war vielfältigen historischen Aushandlungsprozessen [...]

ViaStoria – Stiftung für Verkehrsgeschichte (Hg.)

Wege und Verkehr in der Literatur
Chemin et transports dans la littérature
Percorsi e trasporti nella letteratura


Wege und der Verkehr sind in vielfältiger Weise Themen in der Literatur. Goethes Reisen und Robert Walsers Spaziergänge sind in die Hochkultur eingegangen. Auch Reiseführer und Abenteuerromane, etwa Jules Vernes «Reise um die Erde in 80 Tagen», sowie Tagebücher thematisieren Mobilitätsverhältnisse manchmal explizit und oft auch beiläufig. Wichtige Quellen sind zudem literarische Werke, in denen [...]

Rolf Graber

Demokratie und Revolten
Die Entstehung der direkten Demokratie in der Schweiz

Die Entstehung der direkten Demokratie in der Schweiz kann nicht einfach als organische Entwicklung gedeutet werden, die von der vormodernen Landsgemeinde zur Verankerung der Volksrechte wie Referendum und Initiative in den Kantonsverfassungen und später in der Bundes­verfassung führt. Diesem teleologischen Deutungsmuster wird eine alternative Sichtweise entgegengestellt. Sie begreift die [...]

Beatrice Green-Pedrazzini, Iris Ritzmann, Anja Thor

Schmetterlinge und Leidenschaft – Butterflies and Passion
Maria Sibylla Merians Lebenswerk – Maria Sibylla Merian's Lifework
Hg. von Dr. Franz Käppeli, Museum für medizinhistorische Bücher Muri


Maria Sibylla Merian (1647–1717) widmet ihr Leben und Schaffen von Kindheit an den Raupen und ihrer geheimnisvollen Verwandlung. Für eine Frau des 17. Jahrhunderts beschreitet sie mit Leidenschaft unkonventionelle Wege: Als Forscherin bereichert sie die Naturkunde mit neuen Erkenntnissen, als Künstlerin hält sie ihre Beobachtungen in prachtvollen Kupferstichen fest. Ever since childhood, Maria [...]

Christine Fischer (Hg.)

Vítězslava Kaprálová (1915–1940)
Zeitbilder, Lebensbilder, Klangbilder

Als kritikwillige und selbstbewusste Persönlichkeit faszinierte sie ihr persönliches Umfeld: die tschechische Komponistin und Dirigentin Vítězslava Kaprálová. In einer Brünner MusikerInnenfamilie aufgewachsen, erschloss sich Kaprálová in ihrem kurzen Leben mit Studien in Prag und Paris früh weite Wirkungskreise – davon zeugt nicht zuletzt ihr zu Lebzeiten international aufgeführtes Œuvre von [...]

Sabine Eggmann, Konrad J. Kuhn (Hg.)

Schweizerisches Archiv für Volkskunde
Archives suisses des traditions populaires
2017/1


Die wissenschaftliche Zeitschrift Schweizerisches Archiv für Volkskunde / Archives suisses des traditions populaires (SAVk/ASTP) veröffentlicht Originalarbeiten (Abhandlungen, Debatten, Forschungsberichte und Miszellen) zu volkskundlich-alltagskulturellen, kulturanthropologischen, regionalethnografischen und kulturwissenschaftlichen Themen. La revue scientifique Archives suisses des [...]

Johann Jakob Bodmer

«Die Freiheit als das höchste Gut der Nation»
Vaterländische Dramen
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Arnd Beise


Gut 250 Jahre lang blieben sie ungedruckt, Bodmers politische Trauerspiele zur frühen Geschichte seiner Vaterstadt Zürich: «Rudolf Brun», «Rudolf Schöno», «Die Schweizer über dir, Zürich». Ohne Rücksicht auf das damalige Lese- oder Theater­publikum untersuchte Bodmer in diesen Stücken die Möglichkeiten und Schwierigkeiten einer freiheitlichen Politik. Die differenzierte Gestaltung politischer [...]

Brigitte Ruckstuhl, Elisabeth Ryter

Von der Seuchenpolizei zu Public Health
Öffentliche Gesundheit in der Schweiz seit 1750

Gesundheit wird im 18. Jahrhundert zu einem gesellschaftlich bedeutenden Thema. Sie gilt nicht länger als göttliches Schicksal, sondern als ein von Menschen beeinflussbares und verantwortetes Gut. Für das Bürgertum wird Gesundheit eine zentrale Voraussetzung für Erfolg und verbindet sich eng mit den bürgerlichen Tugenden Reinlichkeit und Mässigkeit. Mit dem sich professionalisierenden Ärztestand [...]

Michael Hagemeister

Die «Protokolle der Weisen von Zion» vor Gericht
Der Berner Prozess 1933–1937 und die «antisemitische Internationale»

1933 erhoben der Schweizerische Israelitische Gemeindebund und die Israelitische Kultusgemeinde Bern vor dem Berner Amtsgericht Klage gegen die Verbreiter der «Protokolle der Weisen von Zion». In dem weltweit beachteten Verfahren suchten die Kläger die Entstehung des Textes lückenlos zu rekonstruieren und damit das einflussreichste Dokument des modernen Antisemitismus als Fälschung zu entlarven. [...]

Ron Epstein-Mil

Die Synagogen der Schweiz
Bauten zwischen Emanzipation, Assimilation und Akkulturation

In diesem reich illustrierten Buch werden erstmals die rund dreissig Synagogen der Schweiz systematisch vorgestellt. Dabei geht es nicht nur um die Abbildung ihrer Architektur, die Synagogen werden als Metapher der Veränderung der jüdischen Gesellschaft verstanden. Ron Epstein zeigt auf, wie sich in den Synagogenbauten der Schweiz die Geschichte der Emanzipation ihrer jüdischen Bevölkerung [...]

Alfred Hartmann

Meister Putsch und seine Gesellen
Ein helvetischer Roman in sechs Büchern
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Patricia Zihlmann-Märki und Christian von Zimmermann in Zusammenarbeit mit Eveline Wermelinger


In der Edition von Alfred Hartmanns Roman aus dem Jahr 1858 wird ein Stück Schweizer Literaturgeschichte wieder zugänglich, das zeitnah den konfliktreichen Weg zur schweizerischen Bundesstaatsgründung beleuchtet. «Meister Putsch und seine Gesellen» gibt Einblick in unterschiedliche politische Milieus und lässt die wichtigsten Akteure der Regenerationszeit sowie eine Reihe kurioser Gestalten [...]

Daniel Tröhler, Daniele Tosato-Rigo, Karine Crousaz, Katja Hürlimann (Hg.)

Verfassung, Bürgerschaft und Schule
Constitution, citoyenneté et école
Traverse 2017/1


Neue Verfassungen führten im Zeitalter des Liberalismus oft zur Verabschiedung neuer Schulgesetze, welche die Schule «modernisierten», um neue Staatsbürgerinnen beziehungsweise Staatsbürger zu formen. Die Beiträge des Hefts gehen von diesem Phänomen aus und untersuchen, wie sich in verschiedenen Regionen Vorstellungen über Verfassung, Gesellschaft und Staatsbürgerschaft entwickelten – in der [...]

Helmut Meyer

Hans Mühlestein (1887–1969)
Leben und Werk eines Aussenseiters

Der aus Biel stammende Hans Mühlestein war ein vielseitiger Schriftsteller. Bereits als Zwanzigjähriger erhielt er für sein erstes lyrisches Werk einen Preis der Schillerstiftung. Er studierte in Deutschland Philosophie und Kunstgeschichte. 1914 erschien sein erstes Werk über Ferdinand Hodler, dem 1942 ein zweites folgte. In den Zwanzigerjahren schrieb er mehrere Bücher über die etruskische [...]