Diplomatenleben
Akteure, Schauplätze, Zwischenrufe – Ein Lesebuch
Gebunden
2013. 436 Seiten
ISBN 978-3-0340-1206-5
CHF 48.00 / EUR 39.50 
Vergriffen
  • Kurztext
  • Autor/in
  • Einblick
  • In den Medien
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«Diplomatenleben» ist eine Annäherung an einen Berufsstand, von dem eine breitere Öffentlichkeit wenig weiss. In rund sechzig Texten werden die Umrisse der Innen- und Aussenfronten, an denen diese Interessenvertreter der Schweiz seit dem Zweiten Weltkrieg wirkten, gezeichnet. Direkt Involvierte, Politiker, Historiker und Medienvertreter beleuchten aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln Konstellationen, Sachverhalte und Personen. Neben Erklärungen zur Diplomatie und informativen Berichten stehen bedenkenswerte staatspolitische Klarstellungen. Zur dramatischen Darstellung von Ereignissen gesellen sich heitere und ironische Beiträge, vorab von Medienschaffenden.
Ob diplomatische Berichte und Reflektionen eine literarische Sonderform darstellen, sei hier offen gelassen. Auszüge aus Literatur, Theater und Film fehlen indes nicht: Schriftsteller und Dramatiker bedienen sich mitunter gerne des Klischees einer diplomatischen Kulisse.

Max Schweizer, geboren 1950, Dr. phil. II, Dr. h.c., wirkte von 1980 bis 2012 als Diplomat für das EDA. Von 2007 bis 2011 war er Stellvertretender Chef der Schweizerischen Wirtschaftsmission bei der WTO und Efta in Genf. Danach leitete er als Dozent den Bereich Foreign Affairs and Applied Diplomacy an der School of Management and Law der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Beim Verein SwissDiplomats – ZurichNetwork amtet er seit 2015 als Präsident.


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Artikel

Pressestimmen
«Der Sammelband richtet sich mit rund 60 Texten von früheren Diplomaten, Historikern und Journalisten an eine ‹interessierte Öffentlichkeit›. ‹Die an Zeitgeschichte interessierten Citoyens möchten doch zum Beispiel den Fall von Minister Hans Frölicher (Gesandter in Berlin während des Zweiten Weltkriegs) doch etwas gründlicher verstehen›, sagt Schweizer. Weshalb der Schweizer Botschafter in Washington, Carlo Jagmetti, 1997 vorzeitig zurücktrat, sei auch heute bedenkenswert. ‹Und wenn Staatssekretär Franz Blankart noch vor seiner Pensionierung in einer Rede die EWR-Verhandlungen kritisch durchgeht, und der Vortrag dann von der Basler Wirtschaftskammer gedruckt wird, so darf er in einem Sammelband nicht fehlen, obwohl unbequem›.» Vincenzo Capodici, Tages Anzeiger

«‹Diplomatenleben› ist eine umfangreiche Sammlung von rund 70 Texten, die einen überaus interessanten, kurzweiligen und manchmal sehr witzigen Blick hinter die Kulissen des diplomatischen Dienstes bieten. […] Geschrieben sind die Artikel von Schweizer Politikern, Journalisten, Historikern und Diplomaten – was einen ganz eigenen Reiz hat, denn es zeigt, wie geschickt das kleine, neutrale Land seit dem Zweiten Weltkrieg seine eigenen politischen Interessen vertritt und in manchen internaitonalenn Krisensituationen die Lage im Namen der weitaus grösseren und mächtigeren Staaten entschärfen konnte.» Knut Krohn, Stuttgarter Zeitung

«Nahe an der Materie ist das Buch ohnehin. Das Autorenverzeichnis liest sich wie das «Who is who» der Schweizer Aussenpolitik.» Simon Gemperli, Neue Zürcher Zeitung (NZZ)

«Es ist ein vielgestaltiges Kaleidoskop, das hier entfaltet wird, manche Trouvaille kann dabei mit Gewinn entdeckt werden.» Burkard Steppacher, Portal für Politikwissenschaft

«Diplomaten sollten in aller Regel das Gegenteil von Spezialisten sein, von denen hat jede Verwaltung genug, sondern was die Engländer im positiven Sinn ‹gifted amateurs› nennen. Jemand nämlich, der sich an einem Ort, in einer Sitation, mit einem Dossier instinktiv und rasch auskennt und sich einarbeitet, ohne aber – bewusst oder unbewusst – lokaler Optik zu verfallen. Um diese ‹arms length› Distanz zu bewahren, braucht es Wechsel. Das grosse Verdienst des […] Buches ist es, all dies an konkreten Beispielen aufzuzeigen. Ein Lesebuch mit sehr zahlreichen Texten von und über Diplomatie und Diplomaten, welches fast die gesamten internationalen Beziehungen der Schweiz seit dem zweiten Weltkrieg abdeckt.» Daniel Woker, Journal 21