Buchvernissage

Oliver Meier, Michael Feller, Stefanie Christ
Der Gurlitt-Komplex
Bern und die Raubkunst

Gross war das Erstaunen – in der Schweiz wie in Deutschland –, als 2014 bekannt wurde, dass Cornelius Gurlitt sein Erbe dem Kunstmuseum Bern vermacht hatte. Gurlitts Vermächtnis ist die Konsequenz eines Beziehungsnetzes und historischer Kontinuitäten, die bisher kaum ausgeleuchtet worden sind. Nicht nur der Berner Kunsthändler Eberhard W. Kornfeld, auch sein Vorgänger August Klipstein pflegte enge Geschäftskontakte zu den Gurlitts. Die Beziehungen der Familie zur Schweiz, zu Bern vor allem, waren enger, als bisher bekannt.
Im Kern ist der Fall Gurlitt ein Lehrstück. Er wirft ein Licht auf die Mechanismen von Netzwerken, auf die zwiespältige Rolle von Kunstsammlern, Kunsthändlern, Museumsverantwortlichen, Medien, Anwälten, Beratern und selbst ernannten Interessenvertretern. Und er wirft ein Licht auf Themen im Spannungsfeld von Recht und Moral, die bis heute aktuell sind: der Zweite Weltkrieg und der Umgang mit Raubgut, Fluchtkunst und als «entartet» diffamierte Kunst. Die Spuren von Verfolgung, Verfemung und Verdrängung führen auch nach Bern. Dieses Buch geht den Geschichten, den Netzwerken und Protagonisten nach.

Bern, Sonntag, 26. März 2017, Kunstmuseum Bern, 11.00 Uhr
Hodlerstrasse 12, 3011 Bern

Ausstellung: Emil Dill und die Moderne – Eine Retrospektive

 Georg M. Hilbi
Emil Dill
Der Künstler als Chronist und Illustrator

Emil Dill (1861–1938) ist ein bedeutender Protagonist der Schweizer Moderne der ersten Stunde. Der vielseitig begabte und kulturell interessierte Künstler befasste sich wie andere Künstler seiner Zeit intensiv mit den sozialen und politischen Ereignissen auf regionaler, nationaler wie internationaler Ebene und kommentierte diese vorzugsweise in seinem grafischen Werk.

Vernissage
Samstag, 29. April 2017, 17.00 Uhr
Shedhalle Zug

Zug, 29. April bis 3. Juni 2017
Shedhalle, Hofstrasse 15, 6300 Zug

Gespräch

Sara Galle
Kindswegnahmen
Das «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» der Stiftung Pro Juventute im Kontext der schweizerischen Jugendfürsorge

Fast 600 Kinder wurden zwischen 1926 und 1973 von der Stiftung Pro Juventute mit Hilfe der Behörden ihren Eltern weggenommen und in Pflegefamilien, Erziehungsheimen, Arbeitsanstalten, psychiatrischen Kliniken und Gefängnissen untergebracht. Die umfangreiche Studie legt dar, welche Familien vom «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» betroffen waren und wie die Kindswegnahmen begründet wurden.

Chur, 30. Mai 2017, 18 Uhr
weitere Angaben folgen

Ausstellung: Emil Dill und die Moderne – Eine Retrospektive

 Georg M. Hilbi
Emil Dill
Der Künstler als Chronist und Illustrator

Emil Dill (1861–1938) ist ein bedeutender Protagonist der Schweizer Moderne der ersten Stunde. Der vielseitig begabte und kulturell interessierte Künstler befasste sich wie andere Künstler seiner Zeit intensiv mit den sozialen und politischen Ereignissen auf regionaler, nationaler wie internationaler Ebene und kommentierte diese vorzugsweise in seinem grafischen Werk.

Vernissage
Freitag, 29. September 2017, 19.30 Uhr
Schloss Pratteln
Apéro im Bürgerhaus Pratteln

Pratteln, 29. September bis 12. November 2017
Museum im Bürgerhaus & Schloss Pratteln, 4133 Pratteln

Open Access aus Verlagsperspektive

Open Access, die Forderung öffentlich finanzierte Forschung kostenlos zugänglich zu machen, wird auch in der Schweiz erhoben.
Aus der Perspektive eines Sach- und Fachbuchverlags erwachsen daraus für die Gesellschaft zahlreiche Nachteile.

Lesen Sie dazu den entsprechenden Traverse-Artikel.

Traverse 2015/1