Buchvernissage

Georg M. Hilbi
Emil Dill: Der Künstler als Chronist und Illustrator


Emil Dill (1861–1938) ist ein bedeutender Protagonist der Schweizer Moderne der ersten Stunde. Der vielseitig begabte und kulturell interessierte Künstler befasste sich wie andere Künstler seiner Zeit intensiv mit den sozialen und politischen Ereignissen auf regionaler, nationaler wie internationaler Ebene und kommentierte diese vorzugsweise in seinem grafischen Werk.
In seinen Arbeiten mit dezidiert historisch-dokumentarischem Bezug zeigt er sich als tiefgründiger Beobachter und feinfühliger Erzähler. Insbesondere seine Illustrationen für das Satiremagazin «Nebelspalter» bestechen durch ihre Aktualität.

Podiumsgespräch:
lic. phil. Nicole Pfister Fetz, Präsidentin GSK Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte und Vizepräsidentin Stiftung Museum in der Burg Zug
Georg Hilbi, Autor und Kunsthistoriker

Zug, Dienstag, 25. April 2017, 19.30 Uhr
Kantonsbibliothek Zug, St.-Oswalds-Gasse 2, 6300 Zug

Buchvernissage

Kevin Heiniger
Krisen, Kritik und Sexualnot
Die «Nacherziehung» männlicher Jugendlicher in der Anstalt Aarburg (1893–1981)

Die Zwangserziehungsanstalt Aarburg, 1893 gegründet, verfolgte den vordergründigen Zweck, jugendliche Straftäter getrennt von Erwachsenen zu verwahren. Der Anteil administrativer Versorgungen betrug allerdings von Beginn an rund die Hälfte aller Einweisungen.
Das Buch gewährt Einblicke in den Alltag von Anstaltszöglingen im Verlauf des 20. Jahrhunderts und zeigt die Entwicklung der Erziehungsmassnahmen an männlichen Jugendlichen auf.

Jugenderziehung damals und heute
Einführung:
Martin Lengwiler, Professor für Neuere allgemeine Geschichte an der Universität Basel

Gespräch:
Hans Peter Neuenschwander, Direktor Jugendheim Aarburg
Kevin Heiniger, Historiker, Mitarbeiter der Unabhängigen Expertenkommission Administrative Versorgungen

Moderation:
Martin Lengwiler

anschliessend Apéro

Aarburg, Donnerstag, 27. April 2017, 19 Uhr
Jugendheim Aarburg, Schlossrain 1, 4663 Aarburg

Ausstellung: Emil Dill und die Moderne – Eine Retrospektive

 Georg M. Hilbi
Emil Dill
Der Künstler als Chronist und Illustrator

Emil Dill (1861–1938) ist ein bedeutender Protagonist der Schweizer Moderne der ersten Stunde. Der vielseitig begabte und kulturell interessierte Künstler befasste sich wie andere Künstler seiner Zeit intensiv mit den sozialen und politischen Ereignissen auf regionaler, nationaler wie internationaler Ebene und kommentierte diese vorzugsweise in seinem grafischen Werk.

Vernissage
Samstag, 29. April 2017, 17.00 Uhr
Shedhalle Zug

Zug, 29. April bis 3. Juni 2017
Shedhalle, Hofstrasse 15, 6300 Zug

Ausstellung: Grenzland - Jacob Rohner und die Stickereizeit im Rheintal

Die Sonderausstellung im Museum Prestegg widmet sich der Stickereizeit im Rheintal, die viele Jahrzehnte lang die Geschicke der Bevölkerung prägte und bis heute Spuren hinterlässt.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ermöglichte die aufkommende Handstickerei unzähligen Familien ein Auskommen und Überleben. Jacob Rohner aus Rebstein war einer der drei grössten selbstproduzierenden Stickereiexporteure der Schweiz. Mit der Sonderausstellung «Grenzland – Jacob Rohner und die Stickereizeit im Rheintal» möchten wir die vielfältigen Verflechtungen der Interessen in diesem wirtschaftlichen und sozialen Feld aufzeigen. Da ist einerseits die Fabrikantenfamilie, aus der neben Firmengründer Jacob Rohner vor allem auch seine Tochter Josy Geser-Rohner hervorragt, welche die Firma und die Familie bis zu ihrem Tod 1961 zusammenhielt. Anderseits geht die Ausstellung auch auf die Sorgen und Nöte der Rheintaler Bevölkerung ein, die sich in diesem launischen Wirtschaftsumfeld behaupten musste.

Altstätten, 30. April bis 29. Oktober 2017
Museum Prestegg, Gerbergasse 2, 9450 Altstätten

Buchpräsentation: Die Fremdenlegion – Fluchtpunkt für Deklassierte und Speerspitze im Kolonialkrieg

Peter Huber und Christian Koller stellen ihre beiden Bücher zur Fremdenlegion vor:

Peter Huber
Fluchtpunkt Fremdenlegion
Schweizer im Indochina- und im Algerienkrieg, 1945–1962

Rund 2200 junge Schweizer Männer traten in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg trotz Verbot in die Fremdenlegion ein, um für die Kolonialmacht Frankreich fern von Europa in den Krieg zu ziehen. Was sie dazu bewogen hat, wie ihr Legionsalltag und wie das Leben nach der Heimkehr aus Fremden Diensten aussah, wird in diesem Buch eingehend thematisiert.


Christian Koller
Die Fremdenlegion
Kolonialismus, Söldnertum, Gewalt 1831–1962

Memoiren, Romane, Filme und Propagandaschriften haben
den Ruf der Fremdenlegion als Sammelbecken von Kriminellen
und Aussteigern, als sadistisch-militaristische Hölle oder als
exotische Lebenswelt romantischer Helden verbreitet. Christian
Kollers faszinierendes Buch liefert die erste auf aktuellen sozialund
kulturgeschichtlichen Zugängen basierende Beschreibung
dieser Söldnertruppe.

anschliessend Apéro

Zürich, Donnerstag, 11. Mai 2017, 19 Uhr
Schweizerischen Sozialarchiv, Stadelhoferstrasse 12 (Medienraum), 8001 Zürich

Gespräch

Sara Galle
Kindswegnahmen
Das «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» der Stiftung Pro Juventute im Kontext der schweizerischen Jugendfürsorge

Fast 600 Kinder wurden zwischen 1926 und 1973 von der Stiftung Pro Juventute mit Hilfe der Behörden ihren Eltern weggenommen und in Pflegefamilien, Erziehungsheimen, Arbeitsanstalten, psychiatrischen Kliniken und Gefängnissen untergebracht. Die umfangreiche Studie legt dar, welche Familien vom «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» betroffen waren und wie die Kindswegnahmen begründet wurden.

Chur, 30. Mai 2017, 18 Uhr
weitere Angaben folgen

Lesung mit Fotos und Filmausschnitten sowie Exkursion

Jolanda Spirig
Sticken und Beten
Die Textildynastie Jacob Rohner: Familie, Firma, Klerus (1873–1988)

Weit mehr als eine wechselvolle Firmengeschichte: Tagebücher, Briefe und Familienfotos bieten Einblick in den Alltag der Rheintaler Fabrikantenfamilien Rohner und Geser.
Das Buch macht die Turbulenzen der Stickerei-Industrie sichtbar, die den Ostschweizer Alltag über Jahrzehnte prägte. Die Parallelen zur heutigen Zeit verblüffen: vom ersten Börsencrash über den gefährdeten Werkplatz Schweiz bis hin zum verfolgten Banker, der sich in der Villa Jung-Rhein versteckt hielt. Die Jacob Rohner AG, einst grösstes Stickereiunternehmen des Landes, ging 1988 samt Stickereiwerken, Sockenfabrik und Weberei an den St. Galler Konkurrenten Forster Willi, die heutige Forster Rohner Gruppe. Ehemalige Mitarbeitende schildern den Wandel.

Exkursion nach Rebstein in die Jacob Rohner AG mit Jolanda Spirig

inkl. Apéro

CHF 25 Erwachsene
CHF 15 Kinder

Teilnehmerzahl begrenzt, bitte anmelden bis 2. Juni

Altstätten, Sonntag, 11. Juni, 11-14.30 Uhr
Museum Prestegg, Gerbergasse 2, 9450 Altstätten

Lesung mit Fotos und Filmausschnitten

Jolanda Spirig
Sticken und Beten
Die Textildynastie Jacob Rohner: Familie, Firma, Klerus (1873–1988)

Weit mehr als eine wechselvolle Firmengeschichte: Tagebücher, Briefe und Familienfotos bieten Einblick in den Alltag der Rheintaler Fabrikantenfamilien Rohner und Geser.
Das Buch macht die Turbulenzen der Stickerei-Industrie sichtbar, die den Ostschweizer Alltag über Jahrzehnte prägte. Die Parallelen zur heutigen Zeit verblüffen: vom ersten Börsencrash über den gefährdeten Werkplatz Schweiz bis hin zum verfolgten Banker, der sich in der Villa Jung-Rhein versteckt hielt. Die Jacob Rohner AG, einst grösstes Stickereiunternehmen des Landes, ging 1988 samt Stickereiwerken, Sockenfabrik und Weberei an den St. Galler Konkurrenten Forster Willi, die heutige Forster Rohner Gruppe. Ehemalige Mitarbeitende schildern den Wandel.

Gossau, Mittwoch, 20. September 2017, abends
Stadtbibliothek Gossau, Säntisstrasse 4a, 9200 Gossau

Ausstellung: Emil Dill und die Moderne – Eine Retrospektive

 Georg M. Hilbi
Emil Dill
Der Künstler als Chronist und Illustrator

Emil Dill (1861–1938) ist ein bedeutender Protagonist der Schweizer Moderne der ersten Stunde. Der vielseitig begabte und kulturell interessierte Künstler befasste sich wie andere Künstler seiner Zeit intensiv mit den sozialen und politischen Ereignissen auf regionaler, nationaler wie internationaler Ebene und kommentierte diese vorzugsweise in seinem grafischen Werk.

Vernissage
Freitag, 29. September 2017, 19.30 Uhr
Schloss Pratteln
Apéro im Bürgerhaus Pratteln

Pratteln, 29. September bis 12. November 2017
Museum im Bürgerhaus & Schloss Pratteln, 4133 Pratteln

Open Access aus Verlagsperspektive

Open Access, die Forderung öffentlich finanzierte Forschung kostenlos zugänglich zu machen, wird auch in der Schweiz erhoben.
Aus der Perspektive eines Sach- und Fachbuchverlags erwachsen daraus für die Gesellschaft zahlreiche Nachteile.

Lesen Sie dazu den entsprechenden Traverse-Artikel.

Traverse 2015/1