Gisela Hürlimann, Frédéric Joye, Daniela Zetti (Hg.)

Gesteuerte Gesellschaft – Orienter la société

Logistik, Automatisierung und Computer in der Nachkriegszeit

Traverse 2009/3

Traverse. Zeitschrift für Geschichte – Revue d'histoire. Erscheint dreimal pro Jahr. Abopreis CHF 75.00 / EUR 60.00 ISSN 1420-4355, Band 2009
2009. 200 S. Br. CHF 28.00 / EUR 18.80
ISBN 978-3-905315-48-6

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Kurztext

Worin bestehen die genuinen Leistungen von Logistik und Automatisierung seit 1945? Die Antwort ist zunächst einfach: Durch Logistik werden Produktion und Konsum miteinander verbunden, supply chains ketten Produzenten und Konsumenten aneinander und stellen sie an die entgegen gesetzten Enden eines Warenflusses. Logistische Distributionssysteme, die sich durch eine hohe Kontrollierbarkeit und Kalkulierbarkeit von Materialflüssen auszeichnen, wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend informationstechnisch gesteuert. Logistische Systeme sind dadurch um Grössenordnungen komplexer geworden. Und sie trugen massgeblich zur fortgesetzten Rationalisierung und Automatisierung von Produktion und Alltag bei. Das gilt insbesondere für den Bereich des Warenflusses von der Produktion zum Lager und schliesslich zum Verkauf, im Bereich des Transports von Gütern und Menschen wie auch im Bereich Post- und Geldtransfer oder Büroadministration. Es gilt aber auch für die Logistik der Kriegsführung, die Modelle zur Mitarbeiterführung und zum Projektmanagement im zivilen Bereich beeinflusste.
Über verschiedene Falldarstellungen hinaus wirft ein solches Thema auch weitere Fragen auf. Zum Beispiel: Welche theoriegeschichtlichen Folgen hatte die Behandlung von Logistiktheorien und Operations Research in Betriebswissenschaft und Soziologie? Inwiefern wird Feedback nicht nur für kybernetische Kommu­nikationsmodelle, sondern auch für Warenflüsse und für die Steuerung des Verkehrs zum grossen Zauberwort?