Museum für Kommunikation (Hg.)

In 28 Minuten von London nach Kalkutta

Aufsätze zur Telegrafiegeschichte aus der Sammlung Dr. Hans Pieper im Museum für Kommunikation, Bern

Schriftenreihe des Museums für Kommunikation, Bern
2000. 352 S., 139 Abb. Geb. CHF 48.00 / EUR 29.00
ISBN 978-3-905313-68-0

Lieferbar | in den Warenkorb

Kurztext

nternet, E-Mail, Handy, Fax ­ am Anfang der Entwicklung, aus der die modernen Kommunikationsmittel hervorgingen, stand der elektromagnetische Telegraf. Dieses erste weiträumige Kommunikationssystem wurde um 1850 in Europa eingeführt, breitete sich in kurzer Zeit als überregionales Netzwerk aus und überzog Anfang der 1870er Jahre beinahe den ganzen Globus.
Anhand von Material aus der umfangreichen Sammlung Pieper des Museums für Kommunikation in Bern stellt das Buch die technische Entwicklung der elektrischen Telegrafie dar. Themen wie die Einführung des neuen Kommunikationssystems oder die Integration der einzelnen Staaten in ein internationales und interkontinentales Telegrafennetz werden ebenso behandelt wie die Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.
Im Zentrum stehen zwei Manuskripte des Sammlers und Historikers Hans Pieper (1913­–1987) selbst: «In 28 Minuten von London nach Kalkutta» und «Die phantastische Geschichte um einen Telegramm-Umschlag aus dem Jahre 1860». Während Pieper im ersten Text die drei grossen Telegrafenlinien vorstellt und eindrucksvoll zeigt, wie schnell Kommunikation im 19. Jahrhundert bereits sein konnte, rekonstruiert er im zweiten anhand von Stempeln, Siegeln und Bearbeitungsvermerken den Irrweg einer Depesche im Mittelmeerraum.
Zahlreiche Abbildungen von Originaldokumenten sowie ein grosser Bildteil mit Material, das Pieper anlässlich der Ausstellung «Ameripex 86» 1986 ausgestellt hatte, illustrieren die Texte und lassen die Leserschaft in die Anfänge der «kommunikativen Globalisierung» reisen.