Peter Niederhäuser, Werner Fischer (Hg.)

Vom «Freiheitskrieg» zum Geschichtsmythos

500 Jahre Schweizer- oder Schwabenkrieg

Eine Publikation der Volkshochschule des Kantons Zürich
2000. 200 S. Br. CHF 34.00 / EUR 19.50
ISBN 978-3-905313-50-5

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Kurztext

Mit dem Wunsch, «lieber tote Eidgenossen als lebendige Schwaben zu sein», gaben die Bewohner von Thayngen, Opfer eines brutalen Plünderungszuges schwäbischer Truppen im Frühsommer 1499, ihrem Hass deutlich Ausdruck. Die blutigen, sich über ein halbes Jahr erstreckenden Scharmützel und Raubzüge zwischen Vinschgau und Oberelsass fanden erst mit dem Frieden von Basel am 22. September 1499 ein Ende. Entstanden aus nichtigem Anlass, markierte dieser Krieg den Höhepunkt der Auseinandersetzungen zwischen «Schwaben» und «Schweizern». Bis in die Gegenwart wird er in erster Linie als «Unabhängigkeitskrieg» verstanden, der zur faktischen Lösung der Eidgenossenschaft vom Reich und zur Ausbildung der Rheingrenze führte. Neuere Forschungen lehnen allerdings diese Sichtweise weitgehend ab. Der Jahrestag bietet eine Gelegenheit für den Rückblick auf dieses Ereignis, das nicht nur auf dem Schlachtfeld seine Spuren hinterlassen hat. Im Zentrum des vorliegenden Sammelbandes stehen weniger die kriegerischen Auswirkungen als vielmehr die Hintergründe des Konflikts und seine historiographischen Folgen.