Ueli Haefeli

Münchenbuchsee

Ein Dorf wird Vorstadt

1996. 368 S., 60 Abb. s/w. Geb. CHF 68.00 / EUR 38.00
ISBN 978-3-905311-85-3

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Kurztext

Wer heute Münchenbuchsee aufsucht, findet 10 km nördlich von Bern eine lebendige und vielfältige Vorortsgemeinde mit knapp 10’000 Einwohnern. Städtische Quartiere und Reste bäuerlicher Obstgärten vermischen sich zu einem bunten Puzzle. Den Vorteilen attraktiver Naherholungsräume stehen die Probleme des starken Pendlerverkehrs gegenüber. Während die einen sich am reichen lokalen Vereinsleben beteiligen, sind die anderen in Beruf und Freizeit ganz auf die Stadt Bern ausgerichtet. Kurz: Münchenbuchsee ist eine typische stadtnahe Schweizer Mittellandgemeinde am Ende des 20. Jahrhunderts.
Wer sich die Zeit nimmt, den Geschichten der älteren Einwohnern zuzuhören, erfährt von einer ganz anderen Gemeinde: Von «Alt Buchsi», einem stattlichen Bauern- und Gewerbedorf mit Zentrumsfunktion für die umliegenden kleinen Gemeinden. Noch war die Stadt Bern und mit ihr die städtischen Lebensweisen weit entfernt. Auf den Strassen verkehrten kaum Autos und zwischen den wenigen Pferdefuhrwerken der Bauern konnten die Kinder gefahrlos spielen. Jeder kannte jeden, und die Rollenverteilung in der ländlichen Gesellschaft, die Hierarchien zwischen hablichen Bauern und besitzlosen Arbeitern waren klar festgelegt und sie wurden wenig hinterfragt.
Der Autor legt eine theoretisch fundierte, stark auf mündliche Geschichte abgestützte Analyse der Veränderungen in einer typischen Schweizer Vorortsgemeinde vor. Zahlreiche Fotos illustrieren den Wandel vom Bauerndorf zur Agglomerationsgemeinde.