Andreas Ernst, Thomas Gerlach, Patrick Halbeisen, Bettina Heintz, Margrit Müller (Hg.)

Kontinuität und Krise

Sozialer Wandel als Lernprozess

Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Schweiz

1994. 460 S. Geb. CHF 68.00 / EUR 38.00
ISBN 978-3-905311-24-2

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Kurztext

In der jüngeren Schweizer Geschichte sind immer wieder Krisenphasen aufgetreten, die durch Orientierungslosigkeit, politische und soziale Konflikte und einen wirtschaftlichen Einbruch gekennzeichnet waren. Diese Krisen wurden bisher stets überwunden und machten einem neuen Wachstums- und Entwicklungsschub Platz.
Mit dieser Abfolge von Krisen und Wachstumsphasen beschäftigen sich die Beiträge der 24 junge HistorikerInnen, SoziologInnen und ÖkonomInnen. Gemeinsamer Bezugspunkt der Beiträge ist die vom Zürcher Wirtschaftshistoriker Hansjörg Siegenthaler entwickelte Theorie wirtschaftlicher Entwicklung und sozialen Wandels. Nach dieser führt wirtschaftliches Wachstum zu einer gesellschaftlichen Destabilisierung, und die damit verbundene entscheidungslähmende Unsicherheit löst schliesslich einen wirtschaftlichen Einbruch aus.
Da Krisen ihren Ursprung im Orientierungsverlust haben, lassen sie sich nur überwinden, wenn man das Vertrauen in die eigene Fähigkeit zurückgewinnt, die Welt angemessen beurteilen zu können. Dieses Vertrauen ist immer auf den Rückhalt bei anderen Menschen angewiesen. Die grundlegenden Schritte zur Krisenüberwindung erfolgen daher in Gesprächen, in denen sich die Individuen über die Welt und ihre zukünftige Entwicklung zu verständigen suchen. Haben sie so ihre Handlungsfähigkeit zurückgewonnen, stellt sich der Aufschwung quasi von selbst ein.