Rolf Graber

Demokratie und Revolten

Die Entstehung der direkten Demokratie in der Schweiz

2017. 2. Auflage 2017. 232 S. Geb. CHF 38.00 / EUR 36.00
ISBN 978-3-0340-1384-0

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Pressestimmen

«Graber erzählt mit einer Fülle von Quellen eine spannende Geschichte. Und er gibt mit seiner Analyse Denkanstösse für die Themen, welche derzeit die demokratische Welt bewegen, von der Mitsprache der Bürger bis zum Verhältnis zwischen Elite und Volk.»
Markus Schär, Neue Zürcher Zeitung

«Grabers Werk bietet einen lehrreichen Einblick in die unruhige, von Umbrüchen und Rückschlägen geprägte Entstehungsgeschichte der direkten Demokratie in der Schweiz. Der Fokus auf Widerstände von unten bietet eine ungewohnte Perspektive. Und die detailbewussten Schilderungen verleihen dem Buch eine Spannung, die es auch für Nicht-Historiker lesenswert macht.»
Lukas Leuzinger, Luzerner Zeitung / St. Galler Tagblatt

«Grabers Leistung wiederum ist es, die politkulturelle Eigentümlichkeit der schweizerischen direkten Demokratie herauszuarbeiten. Dabei widersteht er dem Versuch, sie zu einem einzigartigen Vorbild für andere zu stilisieren. Vielmehr bezeichnet er sie als unvollkommen. Denn die Inklusion gesellschaftlich randständiger Gruppen bedurfte stets internationaler Impulse. [...]
Was der Autor uns erzählt, ist ein farbenreiches Kaleidoskop aus Jugendrevolten, Zunftkonflikten, Utopien freier (Lands)Gemeinden, rebellierenden Fischweibern, Prügelmännern und Sackpatrioten, über die frühe demokratische Diskurse entstehen, zu oft als Pöbelherrschaft und Ochlokratie diskreditiert. Es ist aber auch eine Skizze der Genese von erfolgreichen und gescheiterten demokratischen Institutionen, die ihren lokalen oder kantonalen Kontext nur schwerlich überwinden konnten. Und es ist der Hinweis, dass internationale Verbindungen wie die des Waadtländer freisinnigen Staatsmannes Henry Druey zum Durchbruch der Volksrechte führten.»
Claude Longchamp, Zoon Politicon

«Rolf Graber nennt den Ausschluss breiter Bevölkerungskreise von der politischen Macht als die Triebfeder aller Demokratisierungsbestrebungen. [...] Um zu verstehen, was geschah, muss nach Graber die Geschichte des Protests in der Schweiz neu geschrieben werden. Denn Demokratie, insbesondere direkte Demokratie, musste stets erstritten und erkämpft werden.»
Claude Longchamp, swissinfo.ch