Ralph A. Ruch

Kartographie und Konflikt im Spätmittelalter

Manuskriptkarten aus dem oberrheinischen und schweizerischen Raum

Medienwandel – Medienwechsel – Medienwissen. ISSN 2504-1045, herausgegeben von Christian Kiening und Martina Stercken, Band 33
2015. 200 S., 17 Abb. Br. CHF 38.00 / EUR 34.00
ISBN 978-3-0340-1269-0

Lieferbar | in den Warenkorb
Zurück

Kurztext

1429 plante der Herzog von Savoyen, eine Mauer mitten durch die Stadt Genf zu bauen. Damit sollten seine Streitigkeiten um Herrschaftsrechte mit dem Bischof vor Ort endgültig beigelegt werden. Im Kontext der schriftlichen Überlieferung zum langjährigen Konflikt ist auch die erste kartographische Darstellung von Genf überliefert. An vier Fallstudien zum Kartengebrauch im Südwesten des Reichs untersucht die Studie die Bedeutung von kartographischen Darstellungen in Konfliktsituationen des 15. Jahrhunderts.
Vor dem Hintergrund neuerer Überlegungen zur politischen Relevanz kartographischer Darstellungen analysiert sie jeweils die Herstellungssituation von kleinräumigen Karten, das Verhältnis von kartographischer zur schriftlichen Überlieferung sowie die materielle Beschaffenheit und schriftbildliche Anlage der Kartenbilder.