Sonja Matter

Der Armut auf den Leib rücken

Die Professionalisierung der Sozialen Arbeit in der Schweiz (1900–1960)

2011. 424 S., 11 Abb. 2. Auflage 2013. Geb. CHF 68.00 / EUR 62.00
ISBN 978-3-0340-1094-8

Lieferbar | in den Warenkorb

Inhalt

1 Einleitung


I. Teil: Die Anfänge der Professionalisierung der Sozialen Arbeit

2 Die Gründung der sozialen Frauenschulen
2.1 Die soziale Frage und die Frauenfrage
2.2 Von Zürich nach London und zurück: Die Eröffnung der ersten Kurse für soziale Hilfstätigkeit
2.3 Projekte der frühen Frauenbewegung: Die Institutionalisierung der sozialen Frauenschulen in Zürich, Genf und Luzern nach dem Ersten Weltkrieg
2.4 Frauen betreten die Bühne: Die ersten Schulleiterinnen und Schülerinnen der sozialen Frauenschulen

3 Konzepte einer Professionalisierung von Fürsorgern
3.1 Im Dienst einer «rationellen Armenpflege»: Die Gründung der Schweizerischen Armenpflegerkonferenz
3.2 Die Soziale Arbeit als Universitätsfach? Die frühen Akademisierungsversuche
3.3 Der geschlechtsspezifische Konkurrenzkampf: Die männlichen Machtansprüche


II. Teil: Die Wissensproduktion in der Sozialen Arbeit in den 1920er bis 1940er Jahren

4 Die Fürsorgeinstruktionskurse: Die Vermittlung einer modernisierten Einzelfallhilfe
4.1 «Du sollst dir ein Bild machen»: Die Untersuchung der Armenfälle
4.2 Die Sicherung des physischen Existenzminimums: Die Unterstützungsmassnahmen

5 Die Armutsdiskurse der Schweizerischen Armenpflegerkonferenz
5.1 Die Pathologisierung von Armutsursachen
5.2 Die beschränkte Macht der Zahlen: Die Armenstatistiken und ihre Interpretation

6 Die Vermittlung einer Doppelqualifikation: Das Unterrichtsprogramm der sozialen Frauenschulen
6.1 «Für die Familienpflichten tüchtig machen»: Die Frauenbildung
6.2 Einführung in Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit: Die Berufsausbildung
6.3 Exkurs: Die beruflichen Tätigkeiten der ehemaligen Schülerinnen der sozialen Frauenschulen

7 Die Internationalisierung der Sozialen Arbeit in der Zwischenkriegszeit: Fulminanter Auftakt – jäher Unterbruch
7.1 Weltanschaulich neutral: Die Internationale Konferenz für Soziale Arbeit und das Internationale Komitee Sozialer Schulen
7.2 Katholischen Grundsätzen verpflichtet: Die Union catholique internationale de service social


III. Teil: Kontinuität und Wandel der Professionalisierung der Sozialen Arbeit in der Nachkriegszeit

8 Die Internationalisierung der Sozialen Arbeit nach dem Zweiten Weltkrieg
8.1 Die Wiederaufnahme internationaler Beziehungen
8.2 Die Schweizer Partizipation an den Austauschprogrammen der Vereinten Nationen

9 Zwischen begeisterter Zustimmung und kritischer Ablehnung: Die Auseinandersetzung mit den Casework-Methoden
9.1 Das Social Casework der 1940er und 1950er Jahre: Die Integration psychoanalytischer und psychotherapeutischer Ansätze
9.2 Die Integration des Social Casework in die Lehrpläne der Schulen für Sozialarbeit
9.3 Die partielle Rezeption der Casework-Methoden in der öffentlichen Fürsorge
9.4 Fürsorgebedürftigkeit und Schutz der individuellen Grundrechte

10 Weder geschlechtsspezifische noch konfessionelle Ausrichtung? Modelle der Professionalisierung der Sozialen Arbeit in der Nachkriegszeit
10.1 Von den sozialen Frauenschulen zu den Schulen für Sozialarbeit
10.2 Betreten Männer die Bühne? Schülerinnen, Schüler, Leiterinnen und Leiter der Schulen für Sozialarbeit
10.3 Eine Ausbildungsstätte für Männer? Die Berner Fürsorgerschule
10.4 Soziale Arbeit als Wissenschaftsdisziplin auf Universitätsebene

11 Schluss