Marcus Sandl

Medialität und Ereignis

Eine Zeitgeschichte der Reformation

Medienwandel – Medienwechsel – Medienwissen. ISSN 2504-1045, Band 18
2011. 600 S., 19 Abb. Geb. CHF 68.00 / EUR 62.00
ISBN 978-3-0340-1018-4

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Kurztext

Der Erfolg der Reformation resultierte aus ihrer engen Allianz mit den zeitgenössischen Druckmedien. Die Refor­matoren nutzten Bücher, Flugblätter und Flugschriften zur Verbreitung ihrer Vorstellungen. Dies war allerdings kein einsinnig instrumenteller Zusammenhang. Die Inanspruchnahme des neuen Mediums für die Sache der Reformation korrespondierte mit der medialen Überformung und Prägung der Reformation als historisches Ereignis. In der Reformation manifestierte sich damit eine grundlegende Wechsel­beziehung zwischen medial hervorgebrachten Sinn- und historischen Ereigniszusammenhängen. In diesem spezifischen Sinne setzt die Studie bei der Medialität der Reformation ein. Sie fokussiert sie in den Konstellationen, in welchen sich historische Ereignisse mit den medialen Bedingungen ihrer zeitgenössischen Beobachtung kreuzen und immer wieder neue Entscheidungs- und Handlungsoptionen generiert werden. Damit wird ein komplexes Feld in den Blick genommen, das sich quer zu den gängigen reformations­geschichtlichen Erzählungen aufspannen lässt.