Matthieu Leimgruber, Martin Lengwiler (Hg.)

Umbruch an der «inneren Front»

Krieg und Sozialpolitik in der Schweiz 1938–1948

2009. 200 S., 22 Abb. Br. CHF 38.00 / EUR 24.50
ISBN 978-3-0340-0926-3

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Kurztext

Dieses Buch untersucht die Frage, wie sich der schweizerische Sozialstaat in der Zeit des Zweiten Weltkriegs entwickelt hat. Im Vergleich zur Aussenpolitik und zu den internationalen Wirtschaftsbeziehungen ist die Politik an der «inneren Front» in der Forschung kaum untersucht. Die Beiträge zeichnen ein ambivalentes Bild. Auf der einen Seite stehen innovative Sozialstaatsprogramme, die vor allem wegen der Kriegssituation eingeführt werden konnten, so die Erwerbsersatzordnung (1940) und die organisatorisch an diese anschliessende Alters- und Hinterbliebenenversicherung (1947). Auch die Familienpolitik, mit der Einführung des Familienschutzartikels (1945), oder die Arbeitslosensicherung erlebten einen beschränkten Ausbau. Auf der anderen Seite zeigen sich eine Stagnation in der Gesundheitspolitik und der Verzicht auf eine umfassende Sozialstaatsreform wie in Grossbritannien oder Frankreich.
Die Beiträge im Buch beleuchten die wichtigsten Zweige der Sozialpolitik und betten die schweizerische Entwicklung in den europäischen Kontext ein.