Susanne Gisel-Pfankuch, Barbara Lüthi

Gezeichnet

Wladimir Sagal (1898–1969) – Flüchtling und Künstler

2005. 214 S., 158 Abb. s/w. und 8 farbige Abb. Geb. CHF 42.00 / EUR 26.50
ISBN 978-3-0340-0717-7

Lieferbar | in den Warenkorb

Kurztext

«Gezeichnet» ist die Lebensgeschichte des Künstlers Wladimir Sagal, die zugleich ein Emigrantenschicksal darstellt. Sagal ist gezeichnet von den folgenschweren historischen Entwicklungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, und er zeichnete selber, insbesondere Menschen. Seit den dreissiger Jahren porträtiert er vor allem als Pressezeichner Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Politik, Kultur und Wissenschaft. Er zeichnet aber auch Szenen aus dem Lebens- und Berufsalltag, aus dem Alltag der Flüchtlinge und Soldaten in Frankreich und der Schweiz. Und er zeichnet Stadt- und Hafenlandschaften.
Das Buch führt durch die einzelnen Lebensstationen von Wladimir Sagal. Geboren 1898 als Kind wohlhabender jüdischer Eltern im weissrussischen Witebsk, flüchtet er 1905 mit der Familie vor antijüdischen Pogromen nach Wiesbaden. 1914 zwingt der Ausbruch des Ersten Weltkriegs wiederum zur Flucht, diesmal in die Schweiz. Danach lebt Sagal in Berlin, Paris und Südfrankreich; 1937 beginnt ein langjähriger Briefwechsel mit seiner späteren Frau, der Schweizerin Lucie Aus der Au. 1943 gelangt Sagal erneut in die Schweiz, als Flüchtling zu Fuss über die Berge.