Barbara Bonhage

Schweizerische Bodenkreditanstalt

«Aussergewöhnliche Zeiten bringen aussergewöhnliche Geschäfte»

Beitrag zur Forschung

Unabhängige Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg – Commission Indépendante d'Experts Suisse – Seconde Guerre Mondiale, Band 21
2001. 115 S., 2 Abb. 2 Tabellen Br. CHF 38.00 / EUR 34.00
ISBN 978-3-0340-0621-7

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Kurztext

Der Beitrag untersucht die Geschäfte der Schweizerischen Bodenkreditanstalt mit dem nationalsozialistischen Deutschland. Der Bank gelang es mit Hilfe eines der nationalsozialistischen Regierung nahestehenden Personennetzwerkes, ihre seit 1931 in Deutschland gesperrten Markguthaben zu liquidieren. In diesem Zusammenhang leistete sie illegale Zahlungen an Deutsche ausserhalb des Clearings, handelte mit geraubten Wertschriften und vermittelte den kriegswichtigen Rohstoff Wolfram an das «Dritte Reich». Nach dem Krieg forderten die Alliierten eine Untersuchung der Bank. Das Vorgehen der Schweizerischen Verrechnungsstelle zwischen 1945 und 1952 zeigt dabei Aspekte einer schweizerischen Vergangenheitspolitik auf: Ein Teil der fraglichen Geschäfte wurde sanktioniert, zu einem anderen Teil stellten sich die Behörden aber schützend vor die Geschäfte der Bank.