Barbara Bonhage, Hanspeter Lussy, Marc Perrenoud

Nachrichtenlose Vermögen bei Schweizer Banken

Depots, Konten und Safes von Opfern des nationalsozialistischen Regimes und Restitutionsprobleme in der Nachkriegszeit

Unabhängige Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg – Commission Indépendante d'Experts Suisse – Seconde Guerre Mondiale, Band 15
2001. 543 S., 10 Abb. 15 Tabellen Br. CHF 68.00 / EUR 62.00
ISBN 978-3-0340-0615-6

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Kurztext

Die Studie untersucht den Kapitalzufluss aus Deutschland und aus den später von ihm besetzten Gebieten, die Abwehr des «Hot Money» und die Verrechnung deutscher Spargelder mit Gegenforderungen. Auf welchen Wegen verliessen die Gelder der vom NS-Regime Verfolgten die Banken wieder, bevor in der Nachkriegszeit erste Suchaktionen nach nachrichtenlosen Vermögenswerten stattfanden? Wie wehrten sich die Banken gegen die deutsche Bankspionage, Denunziationen und Zwangsauslieferungen? In welchem Mass liefen sich Kundenschutz und eigene Geschäftsinteressen zuwider? Es wird gezeigt, wie Banken nach 1945 auf Anfragen von Personen reagierten, die nach Vermögenswerten verstorbener Vorfahren suchten. Weshalb brachte der Meldebeschluss von 1962 wenig Erfolg und warum sind die nachrichtenlosen Opfervermögen bis heute ein Thema? Anhand von ausgewählten Fallbeispielen wird aufgezeigt, inwiefern es der «Kalte Krieg» den Schweizer Banken erschwerte, solche Gelder ausfindig zu machen und zurückzugeben. Abschliessend wird auf die Grössenordnungen von in der Schweiz vorhandenen nachrichtenlosen Werten eingegangen.