Kurt Imhof, Patrick Ettinger, Boris Boller

Die Flüchtlings- und Aussenwirtschaftspolitik der Schweiz im Kontext der öffentlichen politischen Kommunikation 1938–1950

Mit zwei Beiträgen zur Pressezensur von Georg Kreis

Unabhängige Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg – Commission Indépendante d'Experts Suisse – Seconde Guerre Mondiale, Band 8
2001. 535 S., 18 Abb. Br. CHF 68.00 / EUR 62.00
ISBN 978-3-0340-0608-8

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Kurztext

Diese Studie untersucht anhand von neun Leitmedien (Tageszeitungen) aus den drei Sprachregionen der Schweiz Inhalt und Bedeutung der Flüchtlings- und Aussenwirtschaftspolitik in der öffentlichen politischen Kommunikation der Kriegs- und Nachkriegszeit. Sie zeigt, dass der Flüchtlingsthematik darin eine insgesamt geringe Bedeutung zukam. Die Arbeit analysiert die wichtigsten Legitimationen der Flüchtlingspolitik – insbesondere das Selbstverständnis der Schweiz als Transitland. Im Bereich der Aussenwirtschaftspolitik werden neben der Berichterstattung über die Wirtschaftsverhandlungen auch die Erwartungshaltungen in bezug auf das nationalsozialistische Konzept eines «Neuen Europas» und die Nachkriegsordnung der Alliierten erfasst. Damit zeigt die Studie auch, wie die schweizerische Aussen- und Aussenwirtschaftspolitik in der unmittelbaren Nachkriegszeit legitimiert wird und wie die Schweiz ihre Isolation und ihre innenpolitische Spaltung ab 1943 durch die Übernahme der Deutungsmuster des Kalten Krieges überwindet.